Ja ich weiß, der Artikel kommt leicht verspätet, aber wer mich kennt weiß, dass ich von Konzerten und Festivals, und gerade von den Red Hot’s immer ziemlich begeistert bin. Da braucht meine Mixtur aus Körper und Geist immer seine Zeit um das zu verarbeiten.

Kommen wir zum Punkt. Die kalifornische und mittlerweile seit fast 30 Jahren bestehende Band hat am vergangenem Freitag ihre Europa-Tournee hier in Deutschland, genauer gesagt in Köln in der Arena eröffnet. Begleitet wurden sie von Femi Kuti & the Positive Force aus Nigeria, die als Opener dienten. Chili Peppers Bassist Flea  hielt vor dem ganzen Konzert eine kleine Rede und kündigte die Vorband an.

 

Dann kam die Band mit der gefühlten Größe einer Fußballmannschaft auf die Bühne und legte direkt los. Mit Bongos, Trompeten, und afrikanischen, leicht bekleideten Tänzerinnen. Mein Musikgeschmack wurde damit nicht getroffen, aber es war auf jeden Fall sehenswert und es hat Spaß gemacht der Band beim musizieren zuzusehen. Als Highlight kamen dann beim Letzten Song Flea, Josh und Chad mit auf die Bühne und jammten zusammen mit Femi Kuti & the Positive Force. Leider gab es anscheinend Probleme mit dem Sound, denn die Gitarre von Josh war nicht zu hören und so haben wir nur sehen können wie er ein Solo gespielt hat.

Nach einer knapp einstündigen Umbaupause traten dann die Chilis auf die Bühne und eröffneten mit der Nummer #1 des neuen Albums Monarchy of Roses - knapp gefolgt von Can’t Stop und Charlie. Neben dem ersten Konzert der Europa-Tour war dies auch die erste Gelegenheit für die Band die neue Bühnenshow zu präsentieren. Diese bestand aus mehreren beweglichen Bildschirmen die sich von Song zu Song in einer anderen Position darstellten.


Mit der Setlist bin ich vollends zufrieden, lediglich The Adventures of Rain Dance Maggie hätten sie gegen Annie Want’s a Baby oder Brendan’s Death Song eintauschen können. Für die Urgesteine unter den Fans spielten sie Stevie Wonder Cover Higher Ground und Blood Sugar Sex Magik. Am meisten überrascht war ich dann darüber, dass sie den Song Soul to Squeeze gespielt haben, welcher eigentlich nur eine B-Side ist und relativ selten live gespielt wird.

Der ein oder andere Lacher kam während der Show auch noch zu Stande. Nachdem sie Maggie gespielt hatten, erzählte Flea irgendwas über einen ruhigen Song der eine tiefe Bedeutung mit sich trägt o.ä. Ich dachte dann sofort an Brendan’s Death Song, Don’t Forget Me oder Venice Queen. Schluss endlich setzten sie dann zu Right on Time an, was alles andere als ruhig ist. Das ist so, als wenn man erwartet eine Rose geschenkt zu bekommen, man aber einen Tritt vor’s Knie kassiert.

Alles in allen hat sich das Geld für das Ticket gelohnt. Wer sie bisher noch nicht sehen konnte, dem empfehle ich dringendst eines der Konzerte im Dezember zu besuchen. Am 4.12. spielen sie in Berlin in der o2-World und am 5.12. in der Olympiahalle in München. Bei beiden Konzerten werden sie von The Foals begleitet.