Emerald Park - Absolute Zero
Tracklist:
  1. Reality Bites
  2. Never Say Never Again
  3. Spain
  4. Bergsgatan
  5. Someone To Love
  6. Things
  7. The Night I Proclaimed Your Love
  8. Rear View Mirror
  9. A Beautiful Mourning
  10. Rules Of Engagement
  11. Outro

Wir schreiben März 2012. Ein Monat, der voll sein wird von extrem guten Veröffentlichungen. Ein Album aber sticht besonders aus dieser Masse an Veröffentlichungen hervor. Das Album, um das es geht ist “Absolute Zero” von der schwedischen Indie-Pop Band . Warum das Album hervorsticht? Nun, das erkläre ich euch gerne.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, die einem das Verschnaufen, Innehalten und Entspannen nicht mehr zugesteht. Die Arbeit wird immer stressiger, nimmt auch nach Feierabend immer mehr Zeit ein und privat hat man ja sowieso keine Zeit mehr weil immer jemand etwas von einem will. Nur ganz selten gibt es mal Momente, an denen man doch abschalten kann und genau hierfür ist Absolute Zero perfekt geeignet.

Das merkt man sofort beim Beginn des Albums. Der erste Track “Reality Bites” entführt einen mit Akustikgitarre und luftigleichter Melodie in frühlingsgleiche Freiheit. Unbeschwert und doch lyrisch wertvoll singt Sänger Daniel Jönsson von der Verflossenen. Schwedisch melancholisch geht es dann bei “Spain” weiter. Fernweh nach Spanien ist das Thema mit einem Hauch Zweifel.

Direkt nach Spain wird es mit “Bergsgatan” direkt mal etwas flotter und es geht in die Indie-Pop/Rock Richtung. Das hört sich sehr mitreißend an, Jönsson’s Stimme passt wie die Faust aufs Auge. Und nach diesem Track merkt man, dass Absolute Zero doch recht vielseitig ist, was sich auch über den Rest der LP nicht ändert. Die Vorabsingle “Things” z.B. geht soundtechnisch mit dem Einsatz von Drummachines einen anderen Weg als die restlichen Songs, ist aber mindestens genauso eingängig wie der Rest.

Absolute Zero lässt den Schnee der vergangenen Wochen endültig schmilzen und den Winter verschwinden

Das Album macht einfach Spaß beim Anhören, es vermittelt ein gewisses Gefühl von Freiheit, lässt den Schnee der vergangenen Wochen endgültig schmilzen und den Winter verschwinden. Vor allem gefällt auch Sänger Jönsson, der einen an einen jungen Morrisey erinnert. Wohl eines der größten Komplimente, die man einem Sänger aussprechen kann.

Ich empfehle euch auf jeden Fall, dass ihr euch das Album ab dem Release am 30. März anhört und es kauft. Unterstützt Bands wie Emerald Park, die zwar klein und weitgehend unbekannt sind, allerdings richtig gute Musik machen. Vor allem solche gute, entspannte Musik, die man morgens in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit hören kann, ohne sich das Prädikat Mainstream auf die Brust zu kleben, ist extrem selten geworden. Unterstützt Emerald Park, die Band hat es verdient!

Emerald Park

Emerald Park

[Bildquelle: Emerald Park @ Facebook]