Zwei Jahre hat es nach der letzten LP “Fire Like This” gedauert und lange habe ich hibbelig, wie ein kleines Kind, gewartet auf “In Time To Voices”, den Nachfolger, der nun endlich am 29. März erschienen ist. Mit dem aktuellen Werk schlagen Steven und Laura einen neuen Weg ein. Es ist nicht mehr der unbeschwerte, schnelle Indie-Rock, der die Band auszeichnet sondern eher schwererer, bodenständigerer und lyrisch auch nachdenklicherer Rock.

Blood Red Shoes: Steven und Laura-Mary

: Steven und Laura-Mary

Dass sich das Duo seit dem letzten Album weiterentwickelt hat, hat schon die Single “Cold” gezeigt. Und auch das Album im Ganzen macht da keinen Unterschied. Schon der erste Song, der den gleichen Namen wie das Album trägt, macht das klar. Und das zieht sich auch durch das gesamte Album, das insgesamt recht düster gehalten ist.

So gibt es auf der Platte abwechslungsreiches Material zu hören. Über erwähntes knackiges “In Time To Voices” zur Single “Cold”, das eine Art Brücke zwischen altem und neuem Material schlägt, zum sehr düsteren “Two Dead Minutes”, das einen auf Grund der Atmosphäre und der Lyrics an eigene einschneidende Erlebnisse der Vergangenheit erinnern lässt, hin zum eingängigen Power-Song “Stop Kicking” zeigt sich das Duo im neuen Gewand, das zu gefallen weiß.

Am Sound zeigt sich, dass die Blood Red Shoes schlichtweg erwachsen geworden sind. Nach den ersten beiden Alben, die sehr geradlinig waren überrascht das nicht. Irgendwann will man sich als Musiker eben weiterentwickeln und neue Gefilde betreten. Das war z.B. bei den Arctic Monkeys nicht anders und deswegen vergleiche ich den Werdegang beider Bands auch gerne miteinander. Beide Bands entwickelten nach zwei Alben einen neuen Sound und bei beiden Bands hört sich das Ergebnis verdammt gut an!

Das neue Album läutet eine neue Ära im Sound der Band ein

“In Time To Voices” ist ein ganz klarer Einschnitt in den Sound der Band und viele beinharte Fans der ersten beiden Alben werden der Band nun wahrscheinlich den Rücken kehren, über irgendeinen Sellout der Band schwadronieren und so weiter. Das aber kann Steven und Laura völlig egal sein, denn die Beiden dürften wissen, dass ihre Weiterentwicklung geglückt ist und das Album ein ganz starkes ist und eine neue Ära der Band einläutet. Ich für meinen Teil freue mich auf die Zukunft der Blood Red Shoes und bin gespannt darauf, wie sich das neue Material in die immer sehr geilen Live-Shows eingliedert und welchen Weg das Duo auf zukünftigen Werken einschlagen wird. Bis dahin gibt es von mir die größtmögliche Anerkennung und den besten Respekt an das Album und vor allem an die Band.

Album-Cover: Blood Red Shoes - In Time To Voices

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Tracklist:

  1. In Time To Voices
  2. Lost Kids
  3. Cold
  4. Two Dead Minutes
  5. The Silence And The Drones
  6. Night Light
  7. Je Me Perds
  8. Stop Kicking
  9. Slip Into Blue
  10. Down Here In The Dark
  11. 7 Years