Weihnachten rückt bedrohlich nahe. Familien treffen sich zu geschlossenen, kriegsähnlichen Zuständen, da werden Gefühle verletzt und Figuren zerstört. Aber Weihnachten hat nicht nur Negatives an sich. Zum Beispiel konnten wir den Nikolaus dazu überrocken, dass er drei Menschen mighty glücklich macht (was hoffentlich schon geschehen ist), und sowieso isst die Zeit irre köstlich.

Nun ist aber der dicke Rote in Bringschuld. Wir wurden ja schon mit dem Tode eines dicken Roten beglückt (ich entschuldige mich bei meiner Objektivität als Wissenschaftler und den hunderten weinenden Nordkoreaner mit der AK47 im Rücken und der Kamera im Gesicht), aber der imperialistische der beiden hat nochmal die Pflicht, uns unter anderem mit Tonträgern, Festivaltickets, Instrumenten und allem anderen, das Krach macht, zu versorgen, auf dass es ein lautes 2012 werden kann.

Den Soundtrack für das morgige Finale liefert uns Paul McCartney. Die Platte „Wonderful Christmastime“ fand ich 2010 in einem trendigen Gemischtwarenladen im trendigen Alternativviertel Schanzenviertel/ Hamburg als 7″ und musste sie besitzen. Nicht etwa, weil ich das Lied toll finde, sondern weil die Platte eine B-Seite hat, die meiner Meinung zu unbekannt ist und sowieso mehr Spaß macht, als das schmierige Butterfass „Wonderful Christmastime“. Das Lied dieser Weihnacht und der B-Seite heißt „Rudolph The Red Nosed Reggae“. Ja, der gute Paul mischt einen völkischen, weihnachtlichen Gassenhauer mit Reggae und kommt damit ziemlich gut bei mir an. Die wenigsten Weihnachtslieder bewegen mich (im wahrsten Sinne des Wortes), bringen mich zum Lachen und sind nach fünf Jahren noch frisch; weil kaum gespielt.

Genießt das Lied, die Feiertage ohne Schule, Uni, Job, dafür mit viel Familie und Speichellecken. Eine trotzdem fröhliche Weihnacht wünscht euch das Noisiv.de-Team. :)