Bildquelle: Oktober Promotion

Foto: Sven Signe den Hartogh / Bildquelle: Starkult Promotion

Alle Dinge neigen sich irgendwann dem Ende: So auch die von Blaudzun geschaffene Trilogie „Jupiter“. Nach einem furiosen Auftakt und einem abwechslungsreichen Nachfolger, darf der Zuhörer gespannt sein, wie das Finale dieser Reihe klingen wird.

Bereits die Vorabsingle „Hey Now“ geht als wunderbarer Ohrwurm durch, auch wenn dieser im Vergleich zu vielen Stücken der Jupiter-Saga sehr eingängig ist. Wer die Musik von Johannes Sigmond alias Blaudzun allerdings kennt, den wundert es wenig, dass „Circles“ eine ganz andere Richtung einschlägt. Alleine das instrumentale Intro ist ein Beleg dafür, dass die Musik wie für die Bühne geschaffen ist.

Während der Mittelteil vom dritten Jupiter-Werk überwiegend ruhig daherkommt, kommen mir bei „Ghosts“ sofort Bilder von Arcade Fire in den Kopf. Dabei zeigt sich insbesondere bei Songs wie „Breathe“ und „Everystep“ die besondere Qualität von Sigmonds Kopfstimme, bei zweitem untermalt von einem weiteren Erkennungszeichen der blaudzunschen Musik, den Streichern.

Der große Knall bleibt am Ende allerdings aus. Während „Jupiter III“ ein atmosphärisches Geflecht bildet, dass ich mir in dieser Form gerne einmal mehr auf dem Album gewünscht hätte, bildet „Ghost PM“ einen unspektakulären aber im Albumkontext konsequenten Abschluss. Auch wenn die Geschichte um Jupiter eine wundervolle ist, irgendwann gelangt jede Erzählung an ein Ende. So auch Up (Jupiter III), das einen würdevollen Abschluss einer spannenden Trilogie bildet.

Wer die Möglichkeit hat, der sollte unbedingt eins der kommenden Deutschland-Konzerte der niederländischen Truppe besuchen. Ihre Livequalität hat die Bands mehrmals unter Beweis gestellt, nicht zuletzt auf dem Reeperbahn Festival 2016.

Blaudzun Deutschland-Termine 2018

  • 25.04. — Berlin, Privat Club
  • 26.04. — Köln, Yuca
  • 20.05. — Hamburg, Knust (About Songs Festival 2018)