Directed by Syndrome, 2015.
Auf dem Fischboot in Richtung Courtyard und Godzilla.

Wenn du schon länger in der US-Hip-Hop Szene mitmischt und dein Name selbst über deiner Heimatstadt New York weit und breit bekannt ist, wirst du irgendwann an diesen einen Wendepunkt zu geraten. Jeder Hype ist mal vorbei, junge Rapper kommen und junge Rapper gehen auch wieder. Bei Action Bronson aus Queens verhält es sich ein kleines wenig anders: die Debütplatte des Pfundskerls kommt nämlich erst noch auf dem Markt. Zuvor brachten dem Rapper einige Mixtapes über die Runden und den Fame im Biz. You know.

Trotzdem reicht nur ein klick auf Play um schon bei Single Nr. 2 zu sagen: Actin Crazy ist ein echter Bronson! Essen, Action, Frauen, Essen, Frauen, Frauen, Action, Action, Action und wieder Essen – der 31-jährige lässt es sich sichtlich gut gehen am Set. Wir dürfen daran teilhaben wie der Rapper mit albanischen Wurzeln mit einem Roboter durch den Kosmos trippt und Godzilla beim Basketball besiegt. Ein verrücktes Leben im Bronson-Land, setzt die 2. Single Actin Crazy des kommenden Erstlings „Mr. Wonderful“ doch da an, wo der Acidtrip der 1. Single Easy Rider aufgehört hat.

Noch etwas Geduld: Mr. Wonderful ist erst am 24. März draußen. Das Video zur 1. Single „Easy Rider“ ist es aber schon unlängst – und zwar sowas von draußen. Mit einem Cocktail aus Krankenhemd und LSD bewaffnet zimmert der Vietnam Veteran auf seiner Harley in Richtung Sonnenuntergang. Der Wrestling-Fan Bronson nimmt auf der Suche nach seinem Heiligtum links einen Elbowdrop mit, rechts noch eine kleine Affäre und wenn er schon mal dabei ist kann auch ein Treffen mit einem Indianer nicht schaden. Es sind die 70er, da geht das wohl.

Die Hommage an den gleichnamigen Film mit Dennis Hopper, Peter Fonda und Jack Nicholson aus dem Jahr 1969 ist dem Regisseur Tom Gould hervorragend gelungen. Action Bronson und seine Liebe zu seiner Les Paul explodieren förmlich im Finale des Clips, wenn der Rapper aus Queens Slash und dem 1992er Clip zu November Rain von Guns N‘ Roses Tribut zollt.

Wer den gelernten Koch noch nicht Live erlebt hat, sollte dies unbedingt nachholen. Nicht selten gesellt er sich bei einem Live-Gig runter zu seinem Publikum und bleibt der Bühne für eine Weile fern, um sein Werk für und mit seinen Fans fortzuführen. Und wenn er dann mal pissen muss, geht er eben auf die Dixies. Why the hell not?

Solange wir noch ein paar Wochen auf „Mr. Wonderful“ warten, serviert uns Bronson aka. Arian Asllani, neben den Videos auch pure Album-Tracks und lässt bereits die Vorahnung durchklingen, dass wir 2015 noch einen potentiellen Klassiker erwarten dürfen. 13 Tracks wird die LP wiegen und Features von Party Supplies, Meyhem Lauren, Big Body Bes und Chance The Rapper beinhalten. Leute, Der Frühling wird heiß!

Und sonst?
Fuck, That’s Delicious
: Bronson ist ein leidenschaftlicher Esser und gelernter Koch. Für sein Label VICE checkt er in „Fuck, That’s Delicious“ auf Tour die ein oder andere Köstlichkeit aus.
Bronson checkt YouTube-Comments: Easy Rider verbreitete sich wie ein kalifornisches Waldfeuer. Bronson überschaut Meinungen und gibt Antworten.
Syndrome: Das Studio aus L.A. hatte schon fast jeden namhaften Künstler vor der Linse.

[asa]B00TA6L6O4[/asa]