Alex Mofa Gang 09

Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Ein Konzert der etwas anderen Sorte: Der Breitband- und Mobilfunkanbieter 1&1 lud zum dritten Blogger-Event unter dem Titel „Hardwarelounge“ ein. Da wird dann immer zusammen mit einem Smartphone-Hersteller (in diesem Fall Huawei) ein neues Modell im 1&1-Portfolio gezeigt. So weit, so uninteressant.

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Das ändert sich jedoch im Folgenden, denn traditionellerweise werden diese Abende mit einem Privatkonzert beendet. Hier kommen meine alten Kontakte aus meinem früheren Leben als Tech-Blogger ins Spiel, die mich des Konzertes wegen einluden. Nachdem sich herausstellte, dass dieses Mal die Alex Mofa Gang gebucht wurde, ließ ich nicht lange mit mir fackeln, wollte ich mir die Band doch beim kommenden Deichbrand sowieso schon anschauen. Das Konzert fand im Kölner King Georg statt, einer recht beschaulichen Klubbar mit oval-förmigem Tresen. Klein und innig – so gefällt das.

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Dann fing die Alex Mofa Gang mit ihrem Konzert an. Den Beginn der Setlist machte „Nimm die Beine in die Hand“, der Opener ihres Debütalbums „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“. Sofort war die Band voll bei der Sache, Sänger Sascha Hörold wählte die Bass-Drum zu seinem favorisierten Ort und stand über den Verlauf des Auftritts mehrmals auf selbiger sowie auf der Theke. Athletische und grazile Anmut besitzt er also schonmal!

Im Vorfeld des Konzertes habe ich kurzzeitig in das Debütalbum reingehört, dessen Songs stellenweise einen sehr Pop-lastigen Sound transportieren. Live hingegen wird jegliches Anbandeln mit dem Pop-Genre über Bord geworfen. Sie hören sich live um einiges punkiger an, als auf der Platte; auch die ruhigeren Songs bekommen diesen punkigen Anstrich verpasst. Die Gruppe strotzt vor Energie und die muss schließlich irgendwie raus!

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Über den Verlauf des Auftritts spielte die Gang Songs ihres Albums sowie ihrer EP „Vorwort“. Insgesamt 13 Stücke wurden gespielt – unter anderem „Paris! Berlin! Schwerin!“, „Alles wie es war“ sowie den Titelsong des Albums. Immer waren sie geladen und stets sehr gut eingespielt. Mit ihrer Energie und ihrer sympathischen Art haben sie das anfangs noch recht ruhige Publikum ziemlich schnell auf ihre Seite bekommen, sodass sie immer stärker gefeiert wurden.

Gerade Privatkonzerte sind ein schwieriges Metier für eine Band. Welche Zuschauerschaft erwartet die Gruppe? Wird sich da ein Draht zwischen beiden Seiten spannen lassen können? Fragen dieser Art und ihre dazugehörigen Ungewissheiten stecken im Vorfeld natürlich in den Köpfen einer Band. Im Endeffekt ist aber wohl das Bestmögliche dabei herumgekommen. Da funktionierten dann auch Singalong-Aktionen. So etwas bei einem komplett unbekannten Publikum zu schaffen, sagt einiges über die Live-Qualitäten der Alex Mofa Gang aus! An diesem Abend machten sie sich zu den Königen des King Georg!

Alex Mofa Gang: Konzertfotos

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