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Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Apologies, I Have None und Blackout Problems – da ist dieser Tage ein wahres Power-Paket im Bereich alternativer Musik auf gemeinsamer Tour! Beide Bands haben vor nicht allzu langer Zeit neue Alben veröffentlicht („Pharmacy“ von Apologies, I Have None wurde erst vor einem Monat veröffentlicht) und bringen nun die Bühnen dieser Welt zum Beben. Am vergangenen Sonntag spielten sie im Hamburger Hafenklang und das war ein wirklich großartiger Abend!

Apologies, I Have None - Pharmacie (Album-Review)

Apologies, I Have None – Pharmacie (Album-Review)

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Blackout Problems

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Den Anfang machten die Blackout Problems, die für ihre explosiven Live-Qualitäten ohnehin bereits bekannt sind. Diese zeigten sie auch im Hafenklang. Kaum waren sie auf der Bühne und spielten mit „One“ den ersten Song, trieb es Sänger Mario schon in die Menge, um die Zuschauer nach vorne zu ziehen, um so den berüchtigten Halbkreis zu eliminieren.

Das Publikum im ausverkauften Hafenklang benötigte ein paar Minuten, um sich auf die Münchener Band einzustellen, war dann aber doch voll dabei. Vollkommen unberührt vor der Bühne rumstehen war da aber auch wirklich nicht möglich, wenn einem Songs, wie „Follow Me“, „The King“ und „Hold On“ vom Debütalbum „Holy“ entgegengeschmettert werden.

Mit „Into the Wild“ beendeten sie ihren Support-Auftritt unter großem Beifall und man konnte sich gewiss sein: Da haben sich die Blackout Problems mehr als nur ein paar neue Fans erspielt!

Apologies, I Have None

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Umbaupause – kurz entspannen, Zeit für eine Kippe vor dem Hafenklang. Allzu viel Zeit blieb nicht, denn Apologies, I Have None begannen ihr eigenes Set schon bald. Mit „The 26“ ging es bereits sehr ekstatisch und voller Energie los. Vom Beginn an war klar: Ruhig stehen bleiben ist nicht und das sollte sich auch bewahrheiten.

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Die Stimmung in der Crowd war super – sowohl während der Songs, als auch zwischen ihnen, wenn Frontmann Josh McKenzie sich selbst dafür auf den Arm nimmt, dass er seine Gitarre ständig stimmen muss und nebenher auch noch seinem britischem Humor freien Lauf lässt, was gleichermaßen sympathisch wie witzig rüberkam.

Mit der Zeit spielten sie sich richtiggehend den Arsch ab. Jeder Song wird mit 100 Prozent Energie gespielt, das Publikum honorierte das mit kleineren Pits. Mit der Setlist wiederum legte die Band den Fokus erwartungsgemäß ein wenig auf das neue Album und Songs, wie „Love & Medication“, „Everybody Wants To Talk About Mental Health“ sowie „Wraith“. Nichtsdestotrotz wurden aber natürlich auch Songs des Debütalbums „London“ und der 2014er-EP „Black Everything“ gespielt – beispielsweise „Long Gone“, „Coffee, Alcohol, Codeine, Repeat“ und natürlich „Sat In Vicky Park“.

Nach dem Titelsong des neuen Albums sowie zwei Zugaben verabschiedete sich die Band dann vom Abend. Das Publikum zog zufrieden von dannen – immer wieder waren Stimmen à la „ich fand das geil“ von den Zuschauern zu hören und die hatten absolut Recht: Dieser Konzertabend war großartig! Zwei Bands dieses Formats sieht man nicht aller Tage am gleichen Tag auf einer Bühne.

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