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Dass Deutschland und insbesondere das Rheinland extrem gute Punkrock-Bands hervorbringt, ist ja bei Weitem nichts neues. Massendefekt durften erst vor kurzem für AC/DC die Massen einheizen und Die Toten Hosen erfreuen sich schon viele Jahre auch über die deutschen Grenzen heraus über Bekanntheit. Das sind nur zwei Beispiele, die für den deutschen Punkrock sprechen. Nun kommt eine neue Band, die sich hoffentlich auch bald über größere Bekanntheit freuen darf: Sie nennt sich As We Go und kommt nicht – wie die anderen beiden genannten Beispiele – aus Düsseldorf, sondern aus dem schönen Köln!

Die Jungs haben am 19. August ihr Debütalbum „Stumble & Stand“ veröffentlicht, welches elf starke Songs beinhaltet. Zusammengefunden haben sich die fünf Kölner erst vor drei Jahren, aber sie scheinen schon heute ihren Sound gefunden zu haben. Der erste Song des Albums nennt sich „All Things“ und gibt direkt die Richtung an. Kaum hat man den Play-Button gedrückt, startet die Gitarre und das Schlagzeug hämmert. Wenige Sekunden später hört man die markante Stimme des Sängers. Ein wenig rau und mit viel Wiedererkennungswert. Das gefällt!

Weiter geht es mit „You Need Love“. Brauchen wir nicht alle ein bisschen Liebe? Dieser Song gibt sie euch! Und zwar straight forward auf die Ohren. Der eingängige Refrain bestehen aus den einfachen Worten des Songtitels undwird nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen. Nach fehlender Liebe kommt mit „All about you, all about me (with all)“ eine schöne Hymne an die Freundschaft. Singalong-Parts laden dazu ein, gemeinsam mit seinen Freunden die Musik und das Beisammensein zu zelebrieren!

Die Texte des Albums sind direkt aus dem Leben gegriffen und spiegeln wohl die Gedanken wieder, die sich jeder mal so im Verlaufe des Tages macht. An alte Freundschaften wird gedacht und neue werden gefeiert. Genauso wie die Liebe und auch das Bier (wobei das ja sowieso das Gleiche ist). Als Paket durch typische Punkrock-Gitarren und Schlagzeug verpackt entstehen gut hörbare Songs.

Ein erwähnenswertes Beispiel für die grandiose Stimme des Sängers Björn findet sich gegen Ende des Albums mit „It All Starts In Your Mind“. Die Rauchigkeit kommt hier so schön zur Geltung, wie bei kaum einem der anderen Songs. Auf jeden Fall einer meiner Lieblingssongs des Albums! Nach einem verhältnismäßig ruhigem Stück findet das Album mit „Where The Motherfuckers Go“ ein Ende. Hier wird nochmal der Punk rausgeholt, wie es sich für einen ordentlichen Abschied gehört!

And i remember, remember you and all the time I miss you so. This is a dedication for you.
And i remember you … No more to say: You are not alone.
I’m maybe miles away but in our hearts nothings can tear us apart.
So we keep sailing on. So we keep holding on!

As We Go – Waking Up My Friend

Gefühlt kurz nach dem Start ist dann auch schon das Ende gekommen. Also Zeit für eine Zusammenfassung: Dass ich das Album super finde, sollte ja eigentlich gut rüber gekommen sein. Astreiner Alltags-Punkrock. Man kann sich dem Album wunderschön hingeben und einfach mal entspannen. Wenig politisch, offen und ehrlich und mit Texten aus Leben. Es funktioniert sowohl morgens unter der Dusche, auf dem Weg zur Arbeit sowie auf dem Heimweg und später beim Vortrinken mit den Freunden.

As We Go ist ein Name, den man sich auf jeden Fall mal merken sollte und sie beweisen dazu noch, dass guter Punkrock nicht nur aus Düsseldorf kommt, sondern auch aus Köln und auf Englisch funktioniert.

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