Atmosphere_-_Fishing_Blues_-_Low-Res-Cover

Diese Band ist in meiner musikalischen Sozialisierung irgendwie immer präsent gewesen. Ich bin kein riesiger Fan, aber die Karriere von Atmosphere habe ich stets aufmerksam mitverfolgt. Mit „Fishing Blues“ zeigen die Altmeister Slug und Ant ein ums andere Mal, was sie noch drauf haben.

Endeckt habe ich zunächst bloß Slug. Unter dem Alias Felt erschien mit Murs 2005 das Album „Felt, Vol. 2: A Tribute to Lisa Bonet“. Diese Huldigung an die Schauspielerin der Bill Cosby Show ist mittlerweile ein persönlicher Klassiker.

Nach einigen weiteren Alben kommt nun das neunte Stück: „Fishing Blues“ – natürlich auf Rhymesayers. Gewohnt lakonisch und abgefuckt rappt Slug über die Probleme eines gealterten weißen Mannes in Amerika. Irgendwie schräg geht es zum Beispiel auf „Next to you“ zu. Die Beziehung ist nicht mehr die, die sei einmal war und so onaniert Slug besoffen neben seiner schwangeren Frau:

It probably sound kinda perverted, I imagine,
but that ain’t enough to make me wanna curb my enthusiasm.
It feels so right in my left
and I don’t think she protest, if I don’t leave a mess.

Atmosphere – Next to you

Es ändert sich tatsächlich nicht viel im Kosmos von Atmosphere und bei Pitchfork ist man gar der Meinung, dass Slug bereits alles gesagt hätte. Dass die beiden einfach irrelevant und langweilig geworden wären.

Das stimmt irgendwo und neue Fans werden vermutlich nur noch wenige dazu kommen. Für die vielen Anhänger hat die Gruppe aber mit Sicherheit keinen Deut Relevanz eingebüßt. Außerdem ist das Album letztendlich auch einfach zu gut und abwechslungsreich, als dass Atmosphere tatsächlich darüber nachdenken sollten aufzuhören. Also bitte weitermachen!

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