Foto: Lukas Maul

Es passiert selten, dass man beim ersten Hören eines bisher unbekannten Songs direkt Gänsehaut bekommt, man irgendwie in den Bann gezogen wird, man nicht weg hören kann. Wenn all das gleichzeitig passiert, dann haben Künstler etwas richtig gemacht, zumindest für diese eine Person. So ging es mir, als ich die EP „light=whatwesee“ der Wiener Band Attic Giant für mich entdeckt habe.

Mit gerade mal zwei nahezu gleich betitelten Stücken schafft es diese Veröffentlichung bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der erste Song „m t h r s (a short collapse of constancy)“ funktioniert ganz ohne Worte und sticht durch ein stilvoll eingesetztes Glockenspiel heraus. „m o t h e r s (split / crack of time)“ hingegen wirkt wie ein privates Gespräch zwischen Attic Giants Kopf Daniel Tischler und Multinstrumentalistin Natasja Ronock und erinnert an manchen Stellen an die alten Zeiten von Alt-J.

Wer nun neugierig geworden ist, sollte sich knapp zehn Minuten nehmen und „light=whatwesee“ von Attic Giant auf sich wirken lassen. Es ist gut investierte Zeit, versprochen.