Fotos: Kaja Abels, noisiv.de

Es war ein Montag. Um genau zu sein Montag, der 13.02.2017. Ein Tag auf den ich viel zu lange warten musste. An genau diesem Tag sah ich Avenged Sevenfold – die Band, die ich schon seit mindestens sechs Jahren live sehen wollte. Ich kann mich noch daran erinnern, als wäre es gestern gewesen, wie ich in meinem Kinderzimmer saß und mir in Dauerschleife die Videos zu „Nightmare“ und „Afterlife“ anguckte. Die Band hat mich definitiv mit ihrer Musik zu meinem heutigen Musikgeschmack gebracht. Umso mehr freute ich mich dann natürlich, als sie ihre Europa-Tour ankündigten!

Nun machte ich mich an besagtem Montag mit einigen Freunden auf den Weg zur Alsterdorfer Sporthalle. Der Veranstalter schob im Vorfeld den Zeitplan nach vorne, sodass wir die erste Vorband Chevelle verpassten. Das juckte allerdings niemanden so richtig, denn niemand von uns konnte sich für die Band begeistern. Aber wir kamen gerade rechtzeitig zu Beginn der zweiten Vorband in die gefüllte Sporthalle. Und diese war niemand geringeres als die Metal-Legenden Disturbed!

Die Disturbed-Show ging eine gute Dreiviertelstunde und war geprägt von ganz viel Feuer und natürlich der überragenden Stimme des Frontmannes David Draiman. Sie waren sich um ihren absoluten Kultstatus bewusst und spielten überwiegend Songs aus den ersten zehn Jahren der Bandgeschichte mit der Ausnahme des Simon-&-Garfunkle-Covers „Sound of Silence“. Das Cover erschien 2016 und spaltet die Meinungen. Für mich ist es ein gelungener Song, der auch live ordentlich präsentiert wurde.

Nach dem Klassiker „Down With The Sickness“, der natürlich die Halle zum Beben bracht, verließ die Band die Bühne und machte Platz für die riesigen Leinwände, die als Backdrop für Avenged Sevenfold dienten. Mit dem Lied „The Stage“ betraten sie dann die Bühne und eröffneten ihr Konzert. Bereits als zweiten Song spielten sie dann „Afterlife“, welcher auch mein persönliches Highlight des Konzertes wurde. Alle sangen lauthals mit und es bildeten sich die ersten großen Moshpits in der Konzerthalle.

Die Setlist war ein schöner Mix aus der gesamten Diskographie von alt bis neu. Dabei wurde an Hits nicht gespart und spätestens bei der Zugabe mit „A Litte Piece Of Heaven“ waren wohl die meisten Zuschauer zufrieden. Für mich fehlten zur perfekten Setlist jedoch einige Klassiker, wie „So Far Away“ oder „Welcome To The Family“. Das aber natürlich nicht alles gespielt werden kann, ist klar. In der letzten Hälfte des Konzertes erhob sich dann plötzlich ein großer Astronaut über der Menge um das Mischpult, welcher alle Blicke auf sich zog. Passend dazu wurde auf den Leinwänden eine Reise durch den Weltraum dargestellt.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Konzert auf jeden Fall gelungen war, jedoch war der Sound gerade bei Disturbed nicht immer der Beste. Auch bei Avenged Sevenfold klang es an einigen Stellen etwas unrund, aber davon hat sich das Publikum nicht beirren lassen. Die Stimmung war gut und zum Schluss wurde der wohl größte Moshpit eröffnet, den die Sporthalle seit Langem gesehen hat. Für mich hat sich das Konzert gelohnt und ich bin mehr als glücklich nach vielen Jahren den Besuch eines Avenged Sevenfold Konzertes von meiner Bucket-List streichen zu können!

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