Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Bad Religion ist eine dieser Bands, die jeder kennen muss, der in irgendeiner Art und Weise an Punk-Musik interessiert ist. Wäre es zu viel zu sagen, dass sie lebende Legenden der Bewegung sind? Wahrscheinlich nicht – fast 40 Jahre Bandgeschichte sprechen wohl für sich.

Zwar haben die LA-Punks seit 2013 kein Studioalbum mehr veröffentlicht, allerdings hält sie das nicht davon ab, die Bühnen dieser Welt weiterhin zu bespielen. Vor kurzem übernahmen sie beispielsweise die Große Freiheit 36, um dort vor ausverkaufter Kulisse ihre Diskographie zum Besten zu geben.

In Deutschland übernahmen Itchy den Support-Slot und eröffneten dementsprechend auch in der Großen Freiheit. Support-Bands für Bad Religion haben es in der Vergangenheit wohl regelmäßig schwer gehabt – so erzählten es Graffin und Co. zumindest dem Trio aus Eislingen, was sie wiederum uns übermittelten (das dazugehörige Interview könnt ihr euch demnächst bei uns anschauen).

Itchy zumindest hatten es in Hamburg nicht allzu schwer mit der Crowd, denn die ging ziemlich gut mit. Die üblichen Itchy-Aktionen, wie das Gitarrenkoffer-Crowdsurfing, durften natürlich nicht fehlen, dazu gab es bereits hier Pogo und Pits zu begutachten. Aufwärmprogramm? Wohl eher eine Hitzeprüfung für die Wände und Decken des Venues!

Die Crowd war also bereits in bester Betriebstemperatur für die Kalifornier, die nach der Umbaupause überschwänglich empfangen wurden. Mit „American Jesus“ starteten sie direkt in anderthalb Stunden, in denen sie die Menge richtig zum Kochen brachten. Besagte anderthalb Stunden ging es durch zig temporeiche Punk-Songs, an irgendeine Form von Pause war gar nicht zu denken. Sicherlich: Auch Bad Religion werden älter, aber keinesfalls ruhiger. Sie wissen noch immer, wie all das funktioniert.

Gespielt wurden Songs quer durch ihre Diskographie hinweg. Von „No Control“, über „We’re Only Gonna Die“, bis hin zu „Fuck Armageddon…This Is Hell“, womit sie auch die Zugabe ihres Sets abschlossen. Am Ende war es ein Konzert, bei dem einen bewusst wurde, warum sie über die Jahre hinweg so viele Menschen für Punk-Musik begeistert haben: Niemals zurückstecken, immer nach vorne, immer unbequem.

Fotogalerie: Bad Religion

Fotogalerie: Itchy

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