Beisser

Dahoam is dahoam! Äh, oder so. Ich lasse das besser mit dem bayrisch. Doch da gibt es jemanden, der hat sich diese, seiner Heimat entsprungene Sprache ausgesucht, um den Lyrics zu seiner Musik einen ganz besonderen Ausdruck zu verleihen. Die Rede ist von Sebastian Kretz, aufmerksamen Lesern unseres Blogs womöglich als Frontmann der Powerpop-Kombo Fuadadeimuada bekannt. Und nicht nur sein Co-Vokalist treibt sich nebenbei als Ibrahim Lässing in roheren Soundgefilden rum, auch der adrette Herr Kretz singt neben seiner Band mit dem für Norddeutsche zunächst etwas schwierig zu verstehenden Namen noch für ein anderes Projekt: Beisser – und das unter anderem gemeinsam mit Tobias Weber, seines Zeichens Drummer bei LaBrassBanda!

Einfacher auszusprechen ist der Bandname zwar, doch wer auf hochdeutsch hofft, ist noch immer Fehl am Platz. Der Text der ersten Beisser-Videosingle jedoch lässt sich recht leicht nachvollziehen, und das nicht nur auf etwaige Sprachbarrieren bezogen – Kretz beschwert sich:

„Indie-Mädels, Indie-Rock, ich war mal so in euch verliebt! Jetzt feiert’s monotone Beats… Ihr schaut zum Boden, ihr seid so deep! […] Ich wünsch‘ mir Mädls im Parka, die wissen wie man lacht!”

Da mag der oder die eine oder andere vielleicht kurz ein „Die Nuller sind vorbei!” ausrufen wollen, aber mal ehrlich: Ich bin da ganz bei dir, Sebastian. Eine schöne Ode auf das in letzter Zeit etwas aus den Augen verlorene Gitarrenrock-Riotgirl!

Als sei „Mädls im Parka” nicht schon hitfähig genug, haben die Beisser vor kurzem bereits ihr zweites, dieses Mal im Live-Session-Stil gehaltene Video veröffentlicht und auch „I leih da mei Herz” zeigt das Talent des Trios, aus ganz und gar handgemachter Rockmusik die feinsten Melodien und Ohrwürmer herauszukitzeln. Wo-oooh! Und ein opulentes Solo gibt’s gratis dazu. Die Weltsprache bayrisch ist back on the map und ich freu‘ mich wie ’ne Weißwurst auf das Debüt, das schon bald erscheinen soll!

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