Fotos: Peter Detje | www.lost-realist-photography.weebly.com

Fotos: Peter Detje, Lost Realist Photography

Sie sind mittlerweile ganz oben angekommen – Biffy Clyro sind in den letzten Jahren zu einer Stadion-Rock-Band avanciert und genießen von Jahr zu Jahr ein immer größeres Publikum. Im Sommer veröffentlichten sie ihr siebtes Studioalbum „Ellipsis“, ließen die Fans auch nicht mehr lang warten und gingen auf Tour. Nun machten sie am vierten November Halt in Hamburg, um in der ziemlich prall gefüllten Sporthalle zu spielen.

Als Vorband betrat eine junge Band aus Cambridge die Bühne: Lonely The Brave haben bereits auf größeren Festivals gespielt und lassen ihren Sound als eine Mischung aus Post-Hardcore und Shoegaze beschreiben. Die Stimme von David Jakes hätte für meinen Geschmack besser in eine Skatepunk-Band gepasst, aber zum Aufwärmen war das ein ganz okayer Einstieg.

In einer epischen Inszenierung und mit einer orchestralen Untermalung kamen dann gegen 21 Uhr die drei Schottrocker von Biffy Clyro samt ihres Live-Gitarristen Mike Vennart auf die Bühne. Ganz bescheiden, ohne großartige Bühnendeko oder LED-Screen legten sie mit „Wolves of Winter”, dem Opener ihres jüngsten Albums direkt los. Die Stimmung schoss nach oben und dass als zweiter Track direkt „Living Is a Problem Because Everything Dies” folgte, brachte dann auch mein Herz direkt dazu schneller zu schlagen.

Es folgte ein gesunder Mix aus neuen Songs und älteren Klassikern. Auch aus dem Doppel-Album „Opposites” wurden einige Tracks gespielt. Beim Intro von „Friends and Enemies” wurde dann erstmals deutlich, wie bescheiden die Akustik in der Sporthalle ist. Das ist zwar nichts neues, wenn dann aber das Schlagzeug quer durch die Location hallt, macht das als Zuhörer keinen Spaß mehr.

Biffy Clyro – Ellipsis (Review)

Die Schotten von Biffy Clyro sind eine der wenigen Rockbands, die uns wirklich konstant mit neuer Musik versorgen. Sei es nun eine eingespielte Coverversion von... Weiterlesen →

Fotos: Peter Detje | www.lost-realist-photography.weebly.com

Dass Simon Neil und die Johnston-Zwillinge ein gutes Gedächtnis haben, bewiesen sie mit ihrer Widmung des Songs „Wave Upon Wave Upon Wave” von ihrem Album „Infinite Land” aus 2004. Denn dieser Song richtete sich direkt an das Molotow, wo die Band am 11. Mai 2005 eines ihrer ersten Deutschland-Konzerte überhaupt spielte. Starke Geste!

„Somebody help me sing!”

Nach einer wundervollen Soloeinlage von Simon Neil und dem Unplugged-Song „Machines” verließ die Band dann erstmals die Bühne. Zum Abschluss folgte als Zugabe dann „The Captain”, wo auch der letzte Zuschauer mitgerissen wurde. Für die Stimmungskurve folgte dann mit „People” eine etwas ruhigere Ballade vom neuen Album, bevor mit ”Stingin‘ Belle” die Sporthalle abgerissen und die Fans „Mon the Biff!”-grölend nach Hause geschickt worden.

Wer die jetzigen Deutschlandtermine nicht wahrnehmen konnte, muss glücklicherweise auch nicht all zu lange warten bis Biffy Clyro wiederkommen. Im Februar nämlich kommen die Schotten für drei weitere Termine zurück!

Biffy Clyro Tour 2017

  • 03.02. – Stuttgart, Porsche-Arena
  • 09.02. – Bochum, RuhrCongress
  • 11.02. – Hannover, Swiss Life Hall

[asa]B01D34KO28[/asa]