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Endlich war es soweit. Mit Black Map kamen am Freitag meine persönlichen Newcomer des letzten Jahres auf ihr überhaupt erstes Headlinerkonzert nach Hamburg. Bei 30 Grad im Schatten ging es mit der S-Bahn Richtung Rock Café St. Pauli. Der Laden wirkte überschaubar und das Publikum war alterstechnisch gemischt. Zudem waren viele Stammgäste des Rock Cafés zugegen und begrüßten sich herzlich vor Beginn der Veranstaltung.

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Die erste Vorband waren Tidalwave aus Berlin. Zwischenzeitlich fühlte ich mich beim Gesang an alte Grungebands der 90er Jahre erinnert, obwohl die Band eher härtere Klänge anbot. Der Sound der Band gefiel mir generell gut. Die zweite Vorband Double Crush Syndrome waren zwar nicht mein Fall, allerdings kaufe ich der Band um Frontmann Andy Brings ab, dass sie den Rock ’n’ Roll lieben. Das Trio schwörte die vorderen Reihen ein, welche die Band enorm feierten und sangen unter anderem We die for Rock´n´Roll.

Als letzte Band des Abends kamen Black Map auf die Bühne. Den Opener lieferte die wuchtige Nummer Code. Nach den ersten Klängen von Bassist und Frontmann Ben Flanagan und den harten Riffs von dredg Gitarrist Mark Engles war klar, dass dieser Auftritt ein großer wird. Bens Stimme klang wie auf der Platte absolut genial und sorgte durch seine kraftvollen Stimme für Gänsehaut. Die Setlist bestand zum größten Teil aus dem Debütalbum …and we explode!. Eine Überraschung lieferte das Trio indem sie einen neuen Song namens No Color (laut Setlist) spielten, welchen sie laut Aussage vorher noch nie gespielt haben. Irgendwann ist aber immer das erste Mal und so wusste der neue Track genauso zu überzeugen wie ein weiterer neuer Song namens I Know (laut Setlist), welcher von der Band aber nicht weiter kommentiert wurde.

Nach zehn Liedern warnte Ben bereits, dass man nur noch zwei weitere spielen wird. So lieferten Black Map mit Melee und I’m Just The Driver zum Ende noch zwei weitere Perlen des gelungenen Debütalbums. Die Zeit verging ziemlich schnell, was bei einem Album schließlich kein Wunder ist, aber das spiegelt nicht die Wahrheit wieder. Die Songs von Black Maps …and we explode! sind intensiv und es gibt keinen Ausfall oder Lückenfüller in der Setlist.

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Bereits vor dem Konzert machte ich ein Schnappschuss mit Ben und unterhielt mich mit ihm über ihre Musik. Voller Euphorie ging es nach dem Konzert Richtung Merchandise Stand. Starallüren zeigte die Band absolut keine. Ben versicherte mir nach dem Konzert, dass sie wahrscheinlich im Herbst nochmal nach Deutschland kommen. Die Frage, ob sie als Support einer größeren Band kommen oder eine Solotour spielen, konnte er noch nicht beantworten, tendierte aber Richtung erstes. Zudem deutete Gitarrist Mark Engles an, dass irgendwann ein neues dredg Album kommen wird. Allerdings würde dieses erst nächstes Jahr kommen. Dennoch kann man laut seiner Aussage beide Bands parallel laufen lassen und sagte, alles zu seiner Zeit.

bm3Die Jungs haben Spaß an Black Map und dennoch wird dredg wohl eine Zukunft haben. Ich habe beide um eine Fortsetzung von Black Map gebeten und mir von beiden Bands ein neues Album gewünscht. Ich bezweifle, dass Black Map jemals nochmal in einem Laden dieser Größe in Deutschland spielen werden. Dennoch hoffe ich auf die baldige versprochene Rückkehr nach Deutschland.

And We Explode

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4.6 von 5 Sternen (2 customer reviews)

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