Fotos: Lisa Ostheimer, noisiv.de

Bereits im September hatte ich das Glück die niederländische Band Black Oak live sehen zu können. Gleich zwei Mal haben sie mich mit ihrem Set im Molotow und in der St. Pauli Kirche mit ihrem harmonischen, mehrstimmigem Gesang begeistert. Wer Black Oak nicht kennt, sollte dies schnellstmöglich nachholen, denn hier haben sich zwei Ausnahme-Songwriter (Geert van der Velde der Band The Black Atlantic und Thijs Kuijken der Band I am Oak) zusammengeschlossen und gemeinsam Stücke geschrieben. Da ich von ihren Songs des im Mai erschienenen Debütalbums „Equinox“ nicht genug bekommen kann, musste ich mir die Band erneut am 07. Dezember im Kleinen Donner ansehen!

Im halb gefüllten Kleinen Donner spieltezur Einstimmung in den Abend auch bald schon die deutsche Singer-Songwriterin Mariam Gohar Pour eine Handvoll ausgewählter Songs. Mit markanter Stimme und eher simpel daherkommenden Songtexten kam sie recht gut beim Publikum an. Vielleicht lag es an der Aufregung, vielleicht aber auch an mangelnder Bühnenerfahrung, aber einige schiefe Töne waren dabei, die sie jedoch durch ihre sympathische Art wettmachte.

Bei ihrem letzten Song gab sie einen Hut rum, was wahrscheinlich daran lag, dass sie keine Gage für den Abend bekam. Dennoch sehr unüblich für ein Konzert, für das man bereits Eintritt gezahlt hat. Ich war nicht die Einzige, die sich wunderte, das Publikum warf leicht verwirrt ein paar Euros in den Hut.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen Black Oak auf die Bühne und verzauberten die Konzertbesucher direkt ab dem ersten Song mit ihrem warmen Akustik-Pop. Gleich zu Anfang des Sets spielte das sympathische Vierergespann mit „The Grain“ einen meiner Lieblingssongs des Albums, welcher live voller und mitreißender klingt, als auf den Studioaufnahmen. „Gallop“, das wohl am fröhlichsten daherkommende Stück von Black Oak, machte Lust sich, bei dem sonst so ruhigen und besonnenen Konzert, ein wenig zu bewegen. Auch „Meelee“, ein Track, der warm und versöhnlich, gleichsam aber auch tieftraurig klingt, entfaltete live einen neuen Zauber und begeisterte durch den mehrstimmigen Gesang der Gruppe.

Auf sympathische Weise schaffte es die Band, die so stimmungsvollen, den ganzen Raum für sich einnehmenden, Songs mit kleinen Anekdoten über die Entstehung der Lieder oder witzige Tour-Stories zu unterbrechen. Das tat der besonderen Stimmung, die durch die Musik entstand, jedoch keinen Abbruch. Ein Highlight des Konzertes war der neue Song „The Clearmountain Pause“, der erst kurz zuvor veröffentlicht wurde. Nach einer kleinen Zugabe gingen Black Oak gut gestimmt von der Bühne. Alles in allem war der Abend mit Black Oak ein voller Erfolg und es war die richtige Entscheidung die liebenswerten Niederländer zum dritten Mal in diesem Jahr live zu sehen!

[asa]908251690X[/asa]