Blackout Problems 04

Am fünften Februar veröffentlichten die Blackout Problems aus München ihr Debütalbum „Holy“ – ein absolutes Brett mit großartigen Songs! Das wiederum erweckt natürlich das Interesse daran, wie sich die Songs denn wohl live anhören würden und wie die Band live drauf ist. Am vergangenen Dienstag hat sich mir die Möglichkeit ergeben, mir im Oberhausener Druckluft ein eigenes Bild zu machen. Natürlich habe ich mir das nicht nehmen lassen und so sah ich mir die Blackout Problems endlich mal live an.

Flyktpunkt: Berliner Post-Punk zum Warmwerden

Flyktpunkt

Die Blackout Problems hatte mit der Post-Punk-Band Flyktpunkt auch einen Support im Gepäck. Der Soundmix war hier leider noch nicht optimal, sodass man von den Vocals kaum etwas verstehen konnte. Nichtsdestotrotz konnte man dem Gesang sehr viel Entschlossenheit und Dringlichkeit entnehmen. Auch die Rohheit im Gesang gefiel mir sehr gut. Ecken und Kanten, die den Tracks einen starken Charakter gaben, waren deutlich erkennbar

Auch musikalisch konnten Flyktpunkt überzeugen. Mal klingen Verzweiflung, an anderen Stellen Aufbruchsstimmung heraus. Laut war es jedoch immer. Die Kombination aus kantigem Gesang, verspielten Gitarrenriffs und druckvollen Drums machte einen guten Eindruck. Hier lohnt sich ein zweiter tiefergehender Blick auf die Band definitiv!

Blackout Problems: Energieraubend

Blackout Problems 01

Nach dem gelungenen Warm-Up war die Zeit für den Bühnenumbau gekommen. Anschließend betraten die Blackout Problems umjubelt die Bühne. Eingeleitet wurde das Set mit „One“, der ersten Single des aktuellen Albums. Atmosphärisch und druckvoll spielten sie sich im Verlaufe des Abends durch das komplette „Holy“-Album sowie weitere bekannte Songs ihres Repertoires.

Blackout Problems 02

Ein ganz großes Highlight war definitiv „Follow Me“, welches im ersten Drittel der Setlist angestimmt wurde. Ich hätte den Song eher am Ende des Abends vermutet – insofern war ich dezent überrascht, aber umso erfreuter, denn das Thema des Songs ist nach wie vor brandaktuell und das Gitarrenriff kommt live noch ein Stück besser rüber, als ohnehin schon auf dem Album. Auch „Hold On“ und „Home“, welches in der Zugabe gespielt wurde, kamen besonders gut bei den Zuschauern an.

Überhaupt war die Band in bester Laune auf der Bühne. Mehrmals suchte Marco, Gitarrist und Sänger der Band, den direkten Weg in die Menge, am Ende des Abends fand sich sogar die ganze Band in der Crowd wieder. Dazu gab es in der Crowd immer wieder kleine Moshpits. Die Stimmung war also auf beiden Seiten sehr gut, was sich auch stets bemerkbar machte.

Nassgeschwitzt und kaputt

Blackout Problems 07

Am Ende des Abends lässt sich das Konzert folgendermaßen zusammenfassen: „Nassgeschwitzt und vollkommen im Eimer, aber absolut beeindruckt“, so mein Fazit. Bereits im Vorfeld erwartete ich ein gutes Konzert; dass es allerdings ein so dermaßen intensiver Auftritt der Band wird, hätte ich nicht gedacht!

Jeder Song wurde großartig performt, die Dynamik zwischen Band und Publikum war erstklassig und es hat einfach eine ganze Menge Spaß gemacht, sich zu den Songs auszutoben und diese zu feiern. Da musste die Band nicht einmal großartig viele Zwischenansprachen halten; stattdessen wurden einfach mehr Songs gespielt, die die Stimmung weiter anheizten und so muss es am Ende des Tages doch schließlich sein!

Blackout Problems: Tourdaten

  • 27.03.16 – DE: Trier, Lucky’s Luke
  • 28.03.16 – DE: Frankfurt/Main, Nachtleben
  • 30.03.16 – DE: Saarbrücken, Kleiner Klub
  • 31.03.16 – DE: Ulm, Roxy
  • 16.04.16 – DE: Markneukirchen, Musichall
  • 20.04.16 – DE: Würzburg, Cairo
  • 21.04.16 – DE: Osnabrück, Bastard Club
  • 22.04.16 – DE: Düsseldorf, Zakk
  • 23.04.16 – DE: Essen, Weststadthalle

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