Foto: Andreas Terlaak

Genies machen sich das Leben oftmals selbst nicht leicht. So hat sich auch Johannes Sigmond alias Blaudzun eine ganze Trilogie zum Ziel gesetzt, welche mit dem fabelhaften ersten Part der „Jupiter“-Reihe im letzten Jahr seinen Anfang nahm. Meine persönliche Messlatte ist nicht gerade niedrig, nachdem „Jupiter I“ es auf Platz 4 meiner persönlichen Lieblingsalben 2016 geschafft hat.

Auch „Jupiter II“ ist ein Kunstwerk, dass es zu entdecken gilt. Zwar hat mich das Album beim ersten Hören schon überzeugt, dennoch braucht der zweite Part weitere Anläufe, um seine ganze Blüte zu entfalten. Mit „When We Wrote This“ gibt es eine perfekte Überleitung in den nächsten Abschnitt des Jupiter Kosmos. Ein Kernelement von Blaudzun ist seine Kopfstimme, die auch in diesem Track wieder zur Geltung kommt. Ein Ohrwurm ist bei „Press On (Monday’s Child)“ möglich, der durch seine fantastische Melodie überzeugt und direkt im Gedächtnis bleibt. Auch die Trompeten, die für Blaudzun ein typisches Element sind, kehren hier wieder und schmücken den Song weiter aus.

Dagegen fallen „Outside The Lights Of The City“ sowie „To Be Lost In 87“ von ihrer hellen Grundstimmung komplett aus dem Raster der bisherigen Songs auf den „Jupiter“-Alben, während die meisten Songs eher düster und melancholisch daherkommen. Dies ist eine erfrischende Überraschung und zeigt wieder einmal die Genialität von Mastermind Johannes Sigmond. „Modern Talk“ baut dann die Spannung auf für das wilde „Manic Talk“. Hier wird mir nochmals deutlich, wie durchdacht die Songs konzipiert sind und was für ein großes Potenzial sie für Liveperformances haben. So erlebte ich es immerhin bei der Platte „Jupiter I“, von der Blaudzun fast alle Lieder spielte und eine geile Show im Grünspan während des Reeperbahn Festivals 2016 ablieferte.

„There’s always a sense of risk involved, and I really enjoy that“ – Blaudzun im NOISIV INTERVIEW!

Schon Anfang nächsten Monats erscheint die neue Platte vom niederländischen Singer-Songwriter Blaudzun. Der zweite Part seiner „Jupiter Trilogy“ dürfte den Fans des ersten Albums ebenfalls... Weiterlesen →

Im NOISIV-Interview sagte Johannes: „Part II was more difficult I guess. Touring with Jupiter Part I, writing on part II, doing promo stuff and recording in the same period is a bitch. But I liked it. It’s been very stimulating, especially the pace in which I’m producing a record. There’s always a sense of risk involved, and I really enjoy that.“

Umso erstaunlicher, dass „Jupiter II“ nicht im geringsten von der Qualität des ersten Albums abfällt. Somit ist der Weg für ein geniales Konzertfeeling mit „Jupiter II“ eröffnet, danach bin ich dann bereit für ein hoffentlich großes Finale der Saga!

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