Boots Electric - Honkey KongIch hab in den letzten Tagen ja wirklich viel klasse Musik gehört, die mich teilweise echt stark beeindruckt hat – aber mit folgendem kann all das – meiner Meinung nach – lange nicht mithalten! Es geht um ein Album, dass einen in derart euphorische Laune versetzt, wie ich es bei keinem anderen in den letzten Jahren erlebt habe. Und wer hat das zu verantworten? Jesse Hughes aka. The Devil aka. Boots Electric – seines Zeichens hauptberuflicher Sänger und Bühnensau der Eagles Of Death Metal! Ihn kennt man ja sowieso dafür, immer euphorisch und gut gelaunt zu sein – alleine sein ständiges „Can you dig it?“, dass er die Crows immer und immer wieder fragt, steht Beweis genug dafür. Und eben all das bringt er jetzt in sein erstes Soloalbum Honkey Kong!

Boots Electric

[Bildquelle: 3.bp]

Dabei geht Hughes mit seinem Solowerk ganz andere Wege als mit den Eagles Of Death Metal. Es ist kein wirklicher Rock mehr, eher leicht rockiger Electropop, dafür aber extrem ausgefallener als man das von vielen anderen Bands kennt. Honkey Kong ist ein extrem „anderes“ Album, das den Fans der Eagles aber trotzdem gefallen dürfte. Schließlich passt es letzten Endes doch wie die Faust aufs Auge von Hughes: irgendwie schräg, aber doch total passend ineinander. Gleich der erste Song Complexity ist das perfekte Beispiel für diese These. Man will sich bei dem Song einfach nur ausgelassen bewegen, rumspringen, rumtanzen – was auch immer, einfach nur irgendwas.

Boots Electric - Honkey Kong: erstes Soloalbum des Eagles Of Death Metal Sängers

Hughes präsentiert sich auf dem Album aber nicht nur von seiner euphorisch tollen Seite. No Ffun ist z.B. ein langsamer Song, irgendwo angesiedelt zwischen traurig und doch irgendwie leicht ironisch. Andere Tracks sind aber irgendwie komisch. Nicht im schlechten Sinne, ich meine das als Kompliment. You’ll Be Sorry zeichnet sich durch extrem schräge Background-Sounds aus. Das Album nimmt sein Ende mit dem Song Swallowed By The Night, das wieder komplett anders ist als der Rest des Albums. Keine elektrischen Sounds, keine schrägen Einlagen – sondern eine knapp über zwei Minuten andauernde Country-Einlage, die so anders ist und das Album doch gebührend abschließt und es gekonnt abrundet.

Ihr merkt es, ich bin absolut begeistert (und das in einem Ausmaß, dass bei mir selten ist) von diesem schrägen Typen, der keine Angst davor hat, einfach schräg zu sein und das auch zu zeigen. Mittlerweile kann sich sogar sein Gesang hören lassen – und das heißt einiges, denn als der beste Sänger war er bei weitem nicht bekannt. ;) Honkey Kong ist übrigens bereits vorgestern, am 30.09., erschienen. Und wie im Titel bereits angerissen, kann man das Album (wie mittlerweile üblich) kostenlos online streamen, bevor man es sich evtl. kauft. Natürlich läuft das Ganze mal wieder über Soundcloud (ich liebe diese Plattform mittlerweile!). Daher stellt auch das Einbinden des Streams keine Probleme, also ab dafür – da habt ihr den Stream! ;)

Was haltet ihr von Jesse Hughes‘ erstem Soloalbum? Seid ihr vielleicht ähnlich begeistert wie ich, oder ist euch dieses Machwerk doch eine Nummer zu schräg und zu anders?