Foto: Victoria Brüker / OHA! Music

Ich weiß es noch wie heute. Als ich 2010 die CD „Say It“ von Born Ruffinas das erste Mal gehört habe, hat es mich echt erwischt. Kennt ihr das, wenn ihr direkt ab dem ersten Song hin und weg seid und euch einer Band komplett verschreibt? So war es bei mir mit dem kanadischen Trio. Acht Jahre und drei Alben später sollte es dann endlich so weit sein, dass ich Born Ruffians zum ersten Mal live sehen durfte. Und das auch noch in einem meiner Lieblingsclubs, dem Goldenen Salon des Hafenklangs.

Ein Album zum Abschalten und Entschleunigen: Born Ruffians mit „Uncle, Duke & The Chief“

Vor drei Jahren begeisterten mich Born Ruffians mit ihrem Album „Ruff“. Nun sind die kanadischen Musiker, die sich irgendwo zwischen Indie und Folk bewegen, endlich zurück... Weiterlesen →

Bei gefühlten 38 Grad und einem erwartungsvollen Publikum ging es nach einer entspannten Einstimmung mit der Vorband Monako auch schnell los. Born Ruffians eröffneten den Abend mit „Tricky“ aus ihrem neuen Album „Uncle, Duke & The Chief“, einem Song, der es in sich hat. So wurde auch schon in den ersten Reihen getanzt. Einen besseren Start hätte das Trio nicht hinlegen können.

Das Set von Born Ruffians hätte an dem Abend nicht bunter sein können. Jedes Album hatte seinen festen Platz und war vertreten. Immer im Fokus jedoch war die glasklare Stimme von Sänger und Frontmann Luke Lalonde. Ein großes Highlight war für mich „I Need A Live“, ein Song, bei dem ich nach dem Konzert wahrscheinlich noch einige Jahre Gänsehaut bekommen werde. Aber auch der Ohrwurm „Miss You“ durfte nicht fehlen.

Nach dem Set ging es für Born Ruffians erst einmal für ein Kaltgetränk an die Bar. Doch lange mussten sie sich nicht vom Publikum bitten lassen. Die Zugabe durfte sich das Publikum aussuchen. Durch einen glücklichen Zufall wurde mehrfach „Foxes Mate For Life“ gerufen und so haben Born Ruffians ihren mittlerweile acht Jahre alten Songs aus ihrem ersten Album „Red, Yellow & Blue“ gespielt. Was für ein toller Abschluss des Abends!