Boy & Bear

Regie: Darcy Prendergast & Josh Thomas, 2015.

Kurzes Fazit nach 14 Milliarden Jahren Highlife im Universum: 100 Milliarden Galaxien mehr, und doch kein intelligentes Leben in Sicht. Während wir auf den absoluten Headliner und Superstar aller bisherigen Existenzen warten, vergnügt sich die andere Seite mit künstlichen Lebensformen. Wer brauch schon Aliens, wenn er sich selber welche schaffen kann?

Eine tolle Einstellung um ein Musikvideo zu drehen, dachten sich die australischen Folk-Rocker von Boy & Bear. Was harmlos anklingt endet im Kampf gegen Alptraumpolygone: mitten im Videodreh zu Walk The Wire muss die Band einen Putsch hinnehmen! Ausgerechnet von einer Armee nackter Grafik, deren Treiber seit anno 2002 wohl keiner mehr aktualisiert hat. Das Leben ist hart zwischen Greenscreen und Greenmenschen.

“The concept was simple: Start off on the moon of course. Then have [vocalist/guitarist] Killian [Gavin] explode, catch on fire and horrendously maimed, have Killian replaced by animated Killian who then turns evil and creepy, have us clearly unimpressed with things and then have the entire crew and clip descend into brilliant entertaining anarchy.”Dave Hosking, Music Feeds (2015).

Computer und Daten sind bekanntermaßen nicht alles. Eine Philosophie, welche die Indie-Rocker aus Sydney sich auch bei der Aufnahme ihres dritten Studioalbums zu eigen gemacht haben. Alle Titel der neuen Platte Limit Of Love wurden Live im Studio eingespielt – Analog und direkt aufs Tape, ohne schnickschnack und Overdubs! Eine Vorschau davon hat die Band jüngst auf YouTube zur Verfügung gestellt, als Produzent wurde mit Ethan Johns (u.a. Ryan Adams, Kings of Leon, Kaiser Chiefs) ein erfahrener Mann an Bord geholt.

Limit Of Love erscheint am 9. Oktober via Nettwerk.

[asa]B013L20IHI[/asa]