Captain PlanET Molotow Hamburg 05

Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Captain PlanET haben in Hamburg einen Stein im Brett – ist ja auch schließlich ihre Heimatstadt. Dieser Rückhalt zeigte sich am vergangenen Freitag einmal mehr, denn nach dem Album-Release von „Ein Ende“ im Mai geht es nun auf Tour. Den ersten Halt legten sie dann auch gleich in der Hansestadt im Molotow ein.

Ursprünglich sollte es lediglich ein Konzert am 03. September geben. Die Tickets waren allerdings so schnell ausverkauft, dass die Band am 02. September ein Zusatzkonzert im gleichen Club einlegte. Dieses habe ich besucht – auch das war bis auf den letzten Mann ausverkauft und bis in die letzte Ecke voll.

Salamanda: Zeitstrafe-Nachwuchs als Support

Salamanda Molotow Hamburg 03

Bevor Captain PlanET den gefüllten Molotow zum Erbeben brachten, waren aber erstmal Salamanda aus Flensburg an der Reihe, die an diesem Abend den Support übernahmen. Das passte ziemlich gut, wurden sie doch erst jüngst von Zeitstrafe (dem Label, bei dem auch Captain PlanET veröffentlicht) unter Vertrag genommen.

Salamanda Molotow Hamburg 02

Musikalisch sind sie so weit weg vom Punk, wie es nur irgendwie geht. Stattdessen Eine tanzbare Mischung aus Indie und Garage Rock mit starken Funk-Einflüssen! Doch nicht verzagen: Auch diese Mischung kam beim offenherzigen Publikum sehr gut an, das sich im Verlaufe des Auftritts immer besser auf die Band einstellte und stellenweise sogar das Tanzen anfing – etwas, das man beileibe nicht bei jeder Vorband sieht. Auch Salamanda hatten sichtlich Spaß am Auftritt, tanzten sich umwerfend durch ihre Songs und sorgten für großartige Laune!

Gespielt wurden natürlich auch Daddy Punk (zu dem die Band neulich ein Musikvideo veröffentlichte) sowie „Baby Love“ und „Kompanjer“ – zwei Songs, die jeweils zusammen mit dem erstgenannten Song veröffentlicht werden. Nach etwas mehr als einer halben Stunde beendeten sie ihr Set dann unter großem Applaus – der Support-Auftritt war gelungen!

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Captain PlanET

Captain PlanET Molotow Hamburg 14

Wenngleich der Salamanda-Auftritt total super war, hat im Endeffekt natürlich jeder auf Captain PlanET gewartet. Unter tosendem Jubel kamen sie dann auch auf die Bühne. Es wurde stockduster, dann ging es mit „St. Peter“, dem Opener des neuen Albums los. Druckvoll, leidenschaftlich, laut – direkt vom Fleck weg gab die Band alles und auch die Crowd stand dem in nichts nach: Die Lautstärke, mit der „Vom Ende an“ mitgebrüllt wurde, war sagen- und beispielhaft!

Captain PlanET Molotow Hamburg 07

Ziemlich schnell bildete sich zentral vor der Bühne auch der obligatorische Pit. Die Temperatur im Molotow stieg in Windeseile auf ein unmenschliches Niveau. Egal, ob „Stichling“, „Rambo“ oder „Spielplatz“ – alles wurde in höchster Qualität performt, die Bindung zwischen Band und Crowd ist eine, die ich bisher sonst nur bei Turbostaat erlebte.

Mit „Irgendwas“ und „Pyro“ beendeten Captain PlanET das Set auf famose Art und Weise. Auf der Setlist war mit „Ohne Worte“, „So much water“ un „Baumhaus“ noch eine Zugabe vermerkt, die allerdings nicht gespielt werden konnte – schätzungsweise, weil die anschließende Party im Molotow halbwegs pünktlich anfangen sollte (so zumindest meine Vermutung).

Nichtsdestotrotz gilt: Dieser Freitagabend war ein magischer! Diese Entschlossenheit, diese Energie, diese Leidenschaft – das muss man erlebt haben! Wer da (oder am darauffolgenden Samstag-Konzert) nicht dabei war, hat eindeutig ein großes Ereignis verpasst! Schlichtweg beeindruckt trat ich also den Heimweg an – viele Worte fielen (und fallen) mir da nicht mehr ein.

Captain PlaNET - Ein Ende (Album-Cover)

Captain PlanET – Ein Ende (Album-Review)

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