Directed by Hiro Murai, 2014.
Nachts sind alle Highways schwarz.

Hätte Chet Faker das mal gewusst. Nun aber Tanzen drei Frauen in Rollerskates der Dämmerung entgegen. Ist ja auch mal was schönes. Hiro Murai lud Rollerskate Queen Candice Heiden ein, um auch in “Gold” in ihren Skates bei Tanzen zu tanzen. Was sich bei “Happy” bewährt hat, wird auch in “Gold” nicht falsch sein, dachte sich Murai und so legt Candice Heiden in Begleitung von April Corley, Appleusa McGlynn und einem einsamen Kameralicht eines der bemerkenswertestens Musikvideos des Jahres hin.

Wie und an welcher Stelle nun der australische Soulsänger hierin vorkommt, sei an dieser Stelle aber nicht verraten. Murai, welcher erst kürzlich für Queens of the Stone Age, St. Vincent oder David Guetta hinter der Kamera stand, schafft es sich die nächtliche Kulisse der Highways zu eigen zu machen, wie einst nur David Lynch es konnte. Sicherlich hat aber auch Dougal Wilson mit seinem Clip zu “What’s A Girl To Do?” für Bat For Lashes einen Teil dazu beigetragen.

Huch, aber moment mal! Auch der Faker steht auf Straßen! Sein vermeintliches Faible für nächtliche Straßen, ließ schon Drop The Game (feat. Flume) von Lorin Askill zu einem kleinen Klassiker werden.

Wir können wohl sorgenfrei behaupten, dass Hiro Murai und Chet Faker eine große Zukunft bevorsteht. Faker, welcher sich mit seinem Cover zu Blackstreets “No Diggity” einen Namen gemacht hat, hat erst im April sein Debütalbum “Built on Glass” veröffentlicht. Schon im Clip der ersten Single “Talk is Cheap” zeigte sich der Australier One Shots gegenüber mehr als aufgeschlossen. Toby & Pete haben exzellente Arbeit geleistet.

Vier Clips in einem Beitrag – so sind wir eigentlich nicht drauf. Reicht jetzt. Hut ab, Chet!

Falls ihr Euch ein wenig gewundert habt: dieser Artikel wurde bereits vor zwei Monaten verfasst und wird nun im Zuge des Relaunchs nachgereicht.

Und sonst?
Hiro Murai bei Tumblr: Quadratisch, praktisch, gut – Inspiration by Murai.
Candice Heiden: Die Dame kann skaten und beweist das nur allzu gerne in selbstgedrehten Videoclips. Sicher kommt da in Zukunft noch einiges mehr.
Dougal Wilson: Neben Bat For Lashes kann der gute Mann auch IKEA Spots, Coke und Coldplay aus dem Ärmel schütteln!
Lorin Askill: Neben dem Storyboard zu “Drop The Game” sind auch weitere Arbeiten der Regisseurin, die ihr Leben zwischen New York und Sydney verbringt, zu finden.
Toby and Pete: Was die beiden Köpfe hinter “Talk is Cheap” sonst noch treiben.

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