Bildquelle: Facebook

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Wer bisher nicht in den in den Genuss von „Liebe auf den ersten Blick“ kommen durfte, dem möchte ich diesen Künstler vorstellen. Crizz Noack, ein Jazz-Musiker aus Leipzig, dessen Musik ich gleichermaßen zufällig, wie glücklicherweise, kennenlernen durfte.

Es war kein Festival, kein Konzert oder ein TV-Event; stattdessen bin ich durch meinen Job auf diesen wirklich guten Musiker aufmerksam geworden. Als ich während der letzten Woche in Leipzig unterwegs war, ging es nach getaner Arbeit ins „Chocolate“ – eine Mischung aus Bar, Grill und Dinner-Club.

Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat findet dort die Afterwork-Party statt. Um Punkt 18:59 Uhr wird der Feierabend wörtlich genommen. Auf der oberen Etage spielt ein DJ fancy Clubsounds, während im Keller normalerweise die hauseigene Band MaxExpress spielt hatte an diesem Abend Crizz Noack & Band die Bühne für sich.

Jazz war Gedudel. Es hat genervt! „Wer braucht Jazz?“

Crizz selbst schreibt auf seiner Homepage darüber, wie er zur Jazz-Musik kam, was er davon hielt und auch darüber, was Jazz wirklich ist: Improvisation. Nichts Anderes, als das, was wir alle mehrmals täglich machen: Den Moment nutzen.

Diese Authentizität und ebenso hohe Sympathie findet man auch in seinen selbst komponierten Songs wieder. Er singt über das „Marathonleben“ oder über den Glauben an die Liebe. („Wir glauben an die Liebe“). Für Hörproben könnt ihr seine Webseite besuchen. Zudem gilt selbstverständlich auch der Band ein großes Kompliment für die wirklich professionelle instrumentale Begleitung.

Dem gemischten Publikum aus Jung und Alt, Hipster, Casual und Business wurden an diesem Abend auch Interpretationen von schon vorhandenen Songs auf eine Art und Weise präsentiert, wie ich sie noch nicht gehört habe. Der Jazz hat in jedem Song eine dominante Rolle gespielt und auch wenn ich persönlich mit Jazz (zumindest bisher) nichts anfangen konnte, hat es mich beeindruckt.

Der Wow-Effekt hat den ganzen Auftritt über angehalten, weil man einfach gespannt ist, welcher Song als nächstes kommt und was er daraus gemacht hat. Fazit des Abends: Crizz Noack hat mir Jazz und auch die Stadt Leipzig ein ganzes Stück sympathischer gemacht und ich werde nun des Öfteren eine Jazz-Playlist bei Spotify anschmeißen!

Wir bedanken uns bei Dennis Kolpatzki für diesen tollen Gastbeitrag! Wer mehr von dem jungen Blogger lesen möchte, sollte in nächster Zeit vielleicht öfter auf noisiv.de vorbeischauen.