Foto: Redfield Records

In den letzten Jahren gewann Pop Punk in Deutschland deutlich an Gefallen, jedoch blieb der „Pop-Punk – Made in Germany“ bisher ziemlich auf der Strecke. Wenige wirklich gute Bands ohne viel Kreativität. Jedoch kommen nun City Kids Feel The Beat um die Ecke und wollen genau dies ändern! Sie selbst beschreiben sich auf Facebook als „Heavy Pop-Punk“ und das klingt doch schon sehr vielversprechend! Heute erscheint die bereits zweite EP der Jungs aus Ulm, die den Namen „Stories“ trägt.

Auf ihrer ersten EP „Kids!“ hört man doch noch klare Anlehnungen an Bands wie A Day To Remember oder Blink 182. Bemerkbar machen sich diese Vorbilder besonders durch die Breakdowns und die eingänigen Gitarren. Doch dies hat sich nun bei EP Nummer zwei deutlich geändert. Der Sound ist wesentlich eigenständiger und man merkt, dass die Jungs sich nichts mehr vorschreiben lassen wollen, sondern genau die Musik machen auf die sie Bock haben.

Passenderweise dreht sich die EP auch thematisch um das Erwachsen werden. Das erste Mal auf den eigenen Beinen stehen und all die Hürden, die es auf dem Weg vom Jugendlichen zum Erwachsen werden, müssen überwunden werden. Themen, mit denen sich viele Hörer schnell identifizieren werden können.

Durch „iRambo“ und „Stories“ schickten uns die Jungs schon einen kleinen Vorgeschmack auf die kommende EP. Erstes beinhaltet eine deutliche Ansage gegen Internet-Mobbing und trifft damit genau den Zahn der Zeit. Bei „Stories“ geht es wiederum um die guten Seiten des Erwachsen Werdens, nämlich die guten Zeiten mit der Band und den Freunden. Zu diesem Song haben sich die Ulmer ein aufwendiges und hochwertig produziertes Video zusammengebastelt, bei dem man gleich richtig Lust auf den Sommer bekommt.

Auch die restlichen drei Songs auf „Stories“ schließen sich dem Schema der bereits bekannten Lieder an. Die Jungs sind ordentlich flott unterwegs und schaffen es immer wieder Details einzubauen, die einen überraschen können. Sei es ein cooler Sing-Along oder ein brachialer Breakdown. Hier wurde alles verpackt, was möglich ist. Dadurch kann man die EP durchaus mehrere Male hören, ohne dass es langweilig wird.

Es macht auf jeden Fall ordentlich Spaß die Platte zu hören. Die fünf Songs brausen in einer Mordsgeschwindkeit an einem vorbei und gerne drückt man dann nochmal auf Replay und hört die Sause noch ein weiteres Mal. Zwar hört man doch noch an einigen Stellen Parallelen zu ihren oben genannten Vorbilder, jedoch schaffen City Kids Feel The Beat es doch immer wieder zu überraschen. Durch „Stories“ sind die Ulmer auf jeden Fall um einiges gewachsen und beweisen, dass es guten Pop-Punk tatsächlich auch aus Deutschland gibt!
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