Die Hamburger Heartcore-Gruppe clouds. habe ich hier im Blog schon des Öfteren thematisiert. Aktuell stehen sie kurz vor der Veröffentlichung ihrer zweiten EP und am vergangenen Wochenende haben sie auch ihr erstes Musikvideo gedreht, nachdem ihre Crowdfunding-Kampagne erfolgreich war. Zusätzlich zu dem ganzen Trubel haben sie vor wenigen Tagen wieder ein Konzert gespielt – dieses Mal in der Pooca Bar als Support für Finding Harbours.

Großes Gelächter vor dem eigentlichen Konzertbeginn übrigens: Mercher Nik entschied eigenständig, die Rufnummer von Drummer Marian für zehn Euro auf dem Merch-Tisch anzubieten. Ob das Angebot jemand wahrgenommen hat? Was in der Pooca Bar passiert, bleibt wohl in der Pooca Bar – sagt man sich jedenfalls so. Bestimmt.

Zurück zum eigentlichen Konzert: Zunächst spielten also clouds. Nach dem Intro ging es mit „Lifeleech / Drain“ und „St. Petersburg“ von ihrer ersten EP „Moving With the Grace of Mountains“ los. Die Pooca Bar war bereits gut gefüllt und lies sich gut von der Band mitnehmen. Im Set wurden auch ein paar neue Songs untergebracht, die sich gut ins Gesamtgefüge einbrachten und Vorfreude auf die kommende EP machen.

Am Ende des Sets war der Applaus dann groß für clouds., sodass sie auch ihre Zugabe „A Beginning“ spielten, die sich irgendwie auf die Setlist schlich. Für mich verlor die Musik der Band auch nach dem dritten Konzert nichts von ihrer Qualität und dem mitreißenden Faktor. Die Jungs haben noch viel vor sich und seien wir ehrlich: Das sollte man als Heartcore-Sympathisant nicht links liegen lassen!

Nach der anschließenden Umbaupause übernahmen dann Finding Harbours. Vor dem Konzert gab es eine kurze Ansprache: Sie sammeln aktuell Geld für die Behandlung eines Freundes, der von einem Zug überfahren wurde. Noble und unterstützenswerte Aktion. Ihre Musik wiederum liegt irgendwo zwischen Indie- und Emo-Punk und geht ganz ordentlich ins Ohr. Den Zugang hat die Crowd definitiv schnell gefunden, die Begeisterung war in jedem Fall zu spüren. Das wiederum schlug auch auf die vier Karlsruher zurück, die sichtlich Spaß an ihrem Auftritt hatten.

Am Ende stand also ein feiner Abend mit zwei aufstrebenden Bands in einer schnuckeligen Bar auf der Habenseite und gerade solche Konzerte sind die Schönen. Nicht jene in den großen Arenen dieser Welt, sondern eben doch solche, die in diesen kleinen Venues stattfinden und das wiederum zeigte sich auch an diesem Abend mit clouds. und Finding Harbours.

Fotogalerie: clouds.

Fotogalerie: Finding Harbours

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