Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Vor einem Jahr sah ich Coppersky zum ersten Mal im Oberhausener Druckluft und mit ihrem straighten Alternative-Rock sowie der warmen, bluesigen Stimme von Sänger Erik zogen sie mich sofort in ihren Bann. Nun spielten sie am 06.05. im Karatekeller des Hamburger Molotow und nachdem ich an diesem Abend bereits ein Konzert fotografierend begleitete, trat ich den Weg zur Reeperbahn noch an – das macht man nicht für viele Bands und es sollte sich lohnen.

Zunächst das weniger Praktische: Online hatten sie im Vorfeld angekündigt, dass sie um Mitternacht spielen würden. In der Praxis zog es sich noch anderthalb weitere Stunden lang hin. Peter von Allschools und meine Wenigkeit schlugen uns die Zeit also mit Bier tot, bis das Konzert aber anfing – dann aber war jeder Unmut über die Verspätung sofort verflogen.

Coppersky fangen an zu spielen und man fühlt sich direkt irgendwie zu Hause, irgendwie angekommen. Tolle Songs, tolle Vocals und zum ersten Mal ein Konzert im Karatekeller mit gutem Sound – kein Audiomatsch! Das ist nicht einfach, umso größer muss der Respekt gegenüber dem Tontechniker ausfallen.

Die Band spielte ihr Konzert super herunter. Immer sicher spielend mag zwar der eine oder andere herausragende Song fehlen, allerdings bestechen sie musikalisch vor allem durch ihre Konstanz über alle Stücke hinweg. Kein Song ist ein Ausfall, keine Performance mies. Die Utrechter beherrschen ihr Handwerk. Umso schöner war es schlichtweg, einfach dabei zu sein.

Der zweite Konzertbesuch an diesem Abend lohnte sich durch und durch. Coppersky sind eine tolle und herzliche Live-Band, bei der man einfach Freude empfindet, wenn man sie live spielen sieht. Das war im Karatekeller noch mehr der Fall, als letztes Jahr schon im Druckluft.

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