Fotos: Charles Engelken

Mit ihrem ersten Album „Together We Are Stronger“ bewiesen Counterfeit., dass sie wissen, wie man abrocken kann. Vergangenen Freitag starteten die Jungs um Sänger Jamie Bower nun ihre Europa-Tour hier bei uns im Hamburger Knust. Hier galt es noch zu beweisen, dass Jamie Bower nicht nur die weiblichen Hormone zum Kochen bringen konnte, sondern auch die Menge auf ihren Konzerten.

Mit im Gepäck hatten die Londoner Jungs zwei Bands, namentlich Tigress und Decade! Zweitere Band überzeugte mit angenehmem Alternative-Rock und wurden natürlich von der Crowd gefeiert. Leider kamen wir erst zum vorletzten Song der Band in das bereits gut gefüllt Knust, da wir von Bier aufgehalten wurden. Was eine Schande! Sollten die Jungs nochmal bei uns in der Ecke spielen, ist das Konzert auf jeden Fall ein Pflichttermin.

Als zweite Band betraten dann Tigress die Bühne. Die Band um Frontfrau Katy Jackson spielten an diesem Tag sogar ihre erste Show überhaupt in Deutschland und konnte die Menge sofort für sich gewinnen. Ich bin ja leider nicht der größte Fan von Frauenstimmen, deswegen konnte es mich jetzt nicht so wirklich überzeugen, aber ich habe auch schon schlimmeres gehört. Beim Publikum kam das Quintett jedoch gut an.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, über die sich die Umbaupause hinzog, wurden dann endlich Counterfeit. auf der Bühne begrüßt. Einige Fans hatten sogar Schilder vorbereitet, die im Publikum verteilt wurden, auf den „Welcome Back“ geschrieben war. Hier zeigte sich mal wieder wahre Fan-Liebe – und das auch zurecht wie ich feststellen musste. Denn Jamie Bower kann nicht nur wahnsinnig gut aussehen und schauspielern, sondern auch eine unglaubliche Show auf die Bühne bringen. Prophezeit wurde mir dies zuvor schon von Charles, der die Band zuletzt auf dem Deichbrand im letzten Jahr live erleben konnte.

Die Band spielte solide alle ihre Lieder und brachte damit die Menge zum Ausrasten. Sänger Jamie sprang dabei wie wild auf der Bühne hin und her und wagte sich zwischendurch auch immer mal wieder ins Publikum. So zum Beispiel bei der Ballade „Letters To The Lost“, welche er komplett alleine mit seiner Gitarre mitten im Knust spielte. Bevor Bower allerdings den Song anstimmte, waren mehrere abwertende Kommentare zu hören, die er ganz einfach mit den Worten „You know the song. Come and sing it!“ zum Erstummen brachte. Damit kann man sagen, dass der Typ nicht nur gut aussieht und singen kann, sondern auch noch schlagfertig ist.

Counterfeit. haben schon mit ihrem Album gezeigt, dass sie vielschichtig und talentiert sind, doch nach dem Besuch dieses Konzertes, kann ich sagen, dass die Jungs wirklich zu den besten Newcomern zählen. Die Fanbase und Community um die Band ist unglaublich leidenschaftlich, sodass man davon ausgehen kann, dass bald größere Locations locker gefüllt werden können. Ich freue mich definitiv schon darauf die Londoner auf dem With Full Force Festival ein zweites Mal dieses Jahr sehen zu können!

Mehr als ein normales Punk-Album: Counterfeit. mit „Together We Are Stronger“

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