Die Story sollte mittlerweile den meisten bekannt sein: Der Schweizer Sänger Dagobert lebte jahrelang allein in einem abgelegenen Haus in den Bergen, wo er unzählige Songs schrieb, die sich im Kern beinahe immer um ein Thema drehen: Seine unerwiderte Liebe zu einer Dame, die er in seiner Zeit in Berlin kennenlernte. Die ganz große Liebe ist es, die Dagobert in seine Lieder bannt, deren Sound so manchen Indie-Hörer erstaunte, als vor zwei Jahren das erste Album „Dagobert“ bei Buback erschien. Man muss es so sagen: Dagobert ist ein Schlagersänger. Und eigentlich ist Schlager doch der Erzfeind der Szene, in der sich der adrette Herr bewegt. Und doch fanden seine Album und besonders auch seine Person und Geschichte massig Anklang bei Feuilleton und Hörerschaft.

Es liegt etwas ganz Besonderes in der Luft, wenn Dagobert seine grundehrlichen Stücke vorträgt. „Zehn Jahre“ ist das neueste, oder zumindest das zuletzt veröffentlichte: In einem Facebookkommentar lässt er durchblicken, dass er schon Songs für das fünfte Album parat hat! Man darf also gespannt sein, was alles noch auf uns zu kommt vom Ausnahmetalent Dagobert. „Zehn Jahre“ ist nun erst einmal dem zweiten, am 20. März erscheinenden Album „Afrika“ entnommen und besonders deutlich singt er hier über besagte Frau, die ganz offensichtlich Inspiration für Dagoberts Gesamtwerk war und ihm, dem Songtext nach, für die von ihm ersehnte Heirat ein Zeitfenster von zehn Jahren einräumte.

Ich freute mich zu früh, dachte nicht daran, dass zehn Jahre lange sind und vielleicht viel zu lang!

Ein zauberhaftes Stück, das als Appetitanreger für „Afrika“ hervorragend funktioniert.

Ach ja – das Video ist im Hochformat abgedreht worden! Ganz schön fortschrittlich und Smartphone-gerecht – hätte man so auch nicht erwartet von einem Künstler, der so lange fernab von moderner Technik gelebt hat.

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