Foto: Communion Records

Zwei Jahre war es ruhig um ihn. Aber nun ist er zurück und hat sein neues Album „Emerging Adulthood“ mit im Gepäck. Dan Croll heißt das Genie, dass Pop-Hymnen aus dem Ärmel schüttelt, als wäre es das leichteste der Welt. Mit seinem Debütalbum „Sweet Disarray“ machte er bereits auf sich aufmerksam, tourte 2016 mit Daughter durch Deutschland und wurde von seinen Fans für sein musikalisches Können gefeiert. Doch schaffen es die zehn neuen Songs da mithalten? Eins steht bereits jezt fest: Dan Croll möchte sich auf kein Genre festlegen.

„Ich lege mich nicht gerne auf ein Genre fest. Das muss entweder daran liegen, dass ich mich leicht ablenken lasse, oder an meiner Mutter, die mich mit Brass-Bands, Brian Wilson, Jazz und Michael Jackson aufgezogen hat. Mich auf einen Sound zu beschränken klingt für mich nicht nach Spaß.“

-Dan Croll

Fünf Monate verbrachte der Engländer damit, sich in ein Mietstudio in Liverpool einzuschließen, das aus nicht viel mehr als einem kahlen Raum ohne Fenster bestand. Seine ganz individuelle Herangehensweise an das Songwriting: sich ein neues Instrument anschaffen. Das erklärt ein Stück weit den Sound von „Emerging Adulthood“, einem Album eines Multiinstrumentalisten, dass fast zu perfekt produziert klingt. So kommt „January“ beispielsweise herrlich leicht und unkompliziert daher, doch ist das Stück in gewisser Weise unauffällig. Zu unauffällig.

Dieser Eindruck schleicht sich durch das komplette Album dieses musikalisch so talentierten Künstlers, der es mit seinen neuen Songs nicht ganz geschafft hat, sich von der Masse abzuheben. Ist das schlimm? Nein. „Emerging Adulthood“ ist ein Album, dass man gerne hört, wenn man in einem Café sitzt und ein Stück Erdbeerkuchen isst. Oder auch, wenn man sonntags auf der Couch mit Freunden quatscht. Und das ist okay so! Alles andere wäre Meckern auf höchstem Niveau.