Danko Jones 01

Wenngleich Danko Jones nicht immer zu den Chartgaranten zählen, dürfte jeder schonmal von dem Trio mit dem verrückten und extrem charismatischen Sänger gehört haben. Vor allem die Live-Qualitäten eilen der Band voraus. Aktuell befindet sich die Band auf Europa-Tour und haben am vergangenen Dienstag einen Abstecher in die Bochumer Zeche gemacht. Natürlich lässt sich unsereins da nicht lange bitten!

Über den Abend hinweg spielten vor Danko Jones noch die beiden Vorbands Dead Lord aus Stockholm und ’77 aus Barcelona. Erstere habe ich aus eigenem Verschulden heraus verpasst (ich schaffte es tatsächlich, vier Busstationen zu früh auszusteigen), weswegen ich mich direkt der zweiten Vorband widme:

’77: Zurück in die 70er

77

Nach der ersten Support-Band kam die Zweite auf die Bühne. Dieses mal waren es ’77 aus Barcelona. Die haben sich dem 70er Cock-Rock verschrieben und das sieht man auch direkt: „Glam” und „Hair” waren omnipräsent! Auch die Musik lehnte sich stark an die Vorbilder der damaligen Zeit an. Insofern hat die Band gut abgerockt. Dass sie Spaß hatten merkte man an jeder Stelle und auch die typischen Moves durften natürlich nicht fehlen.

Das muss man neidlos und objektiv anerkennen. Nichtsdestotrotz muss ich für mich persönlich sagen, dass das einfach nicht meine Musik ist, weswegen ich mich nicht so recht begeistern konnte. Aber: Wer diese Musik und diesen Style mag, dürfte sich definitiv gut unterhalten fühlen bei einem Auftritt der Band.

Danko dreht auf

Danko Jones 03

Im Anschluss an die letzte Umbaupause ging es dann endlich so richtig los: Danko Jones kamen umjubelt auf die Bühne. Den Einstieg machten sie mit „The Rules” und man weiß sofort anhand der Regeln, die er im Text aufsetzt: „Das ist Danko Jones! Hier bin ich richtig”! Die Menge hatte sofort ihren Spaß und war für einen Dienstagabend in bester Laune.

Das wiederum kam auch bei Danko an, der dem Publikum direkt bescheinigte, dass sie die Hardcore-Rock-Fans sind. Überhaupt war Danko bestmöglich aufgelegt. Die typischen dreckigen Scherze begleiteten das gesamte Set, er unterhielt sich ausgedehnt mit den Zuschauern und auch seine typischen Posen durften natürlich nicht fehlen.

Auch die Setlist war voll von Highlights, wobei sich dieses im Großen und Ganzen aus Songs des neuen Albums „Fire Music” sowie den populären Songs der Danko-Jones-Diskographie zusammensetzte. Bekannte Stücke, wie „First Date”, „Forget My Name”, „Cadillac” und „Lovercall”, brachten die Menge richtig ins Schwitzen und auch neue Songs – unter anderem „Do You Wanna Rock”, „The Twisting Knife” und „Gonna Be a Fight Tonight” (mit dem auch das reguläre Set beendet wurde) – wurden begeistert angenommen.

So muss Rock in der Woche sein!

Danko Jones 04

Wer denkt, dass Konzerte unter der Woche nicht an Wochenend-Events herankommen können, wird bei Danko Jones eines anderen belehrt! Der Abend in der Bochumer Zeche gehörte definitiv zu den besten Konzerten, die ich im Verlaufe dieses Jahres besucht habe. Die gute Laune beider Seiten ging so weit, dass eine Art besondere Chemie entstand: Die Crowd feierte die Band, die Band wiederum die ca. 900 Zuschauer starke Crowd und so steigerte man sich immer weiter.

Danko Jones live auf einem eigenen Konzert zu sehen, ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eine Menge geht dabei vom Charisma aus, dass Danko ausstrahlt: Während er abseits der Bühne eher zurückgezogener Mensch bekannt ist, lässt er auf die Bühne die pure Rampensau raus. Das wirkt und ihm dabei zuzusehen macht alleine schon eine Menge Spaß.

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