Death Cab for Cutie sind zurück! Ganze vier Jahre mussten Fans von Death Cab for Cutie auf ein neues Album warten. Letzte Woche war es dann endlich soweit. Mit Kintsugi wurde das mittlerweile achte Studioalbum der Indie Band veröffentlicht. Als großer Fan wurde es natürlich vorbestellt, nachdem die Band bereits zuvor vier Tracks als Kostprobe veröffentlicht hatte. Hat sich das Warten für mich gelohnt? Die Antwort lautet ja!

Die Geschichte um das neue Album wurde bereits in allen Reviews erzählt: Der Gitarrist und Produzent aller bisheriger Alben, Chris Walla, verlässt die Band. Dies hatte zur Folge, dass erstmals ein Produzent von außerhalb, nämlich Rich Costey, ins Boot geholt wurde. Zudem trennten sich Ben Gibbard und Zooey Deschaney Ende 2011, was für Menschen eine Steilvorlage bietet, welche autobiografische Züge in traurige Liebeslieder interpretieren. Dennoch ist es legitim zu vermuten, dass Gibbard als der bekannte Songwriter für Traurigkeit und Schönheit zugleich, diese Einflüsse und Elemente auch wieder auf der Agenda hat.

Dies zeigt sich etwa in Little Wanderer, welches meiner Meinung nach das typische Bild von Death Cab zeigt: Eine Liebeserklärung untermalt durch eine traurige Melodie, aber dennoch wunderschön. Mit Kintsugi wurde ein abwechslungsreiches Werk geschaffen, in welchem man die Einflüsse aus den älteren Alben hören kann. Hold No Guns erinnert mich an den Evergreen I Will Follow You Into The Dark, auch wenn man diesen Track vom Stil eher auf Gibbards Soloalbum Former Lives hätte erwarten können. The Ghost Of Beverly Drive hingegen ist eine tanzbare Nummer und könnte Fans bei Konzerten zukünftig ähnlich in Bewegung bringen wie bei The Sound Of Settling.

Natürlich hat die Trennung mit Walla einen Einfluss auf das neue Album. Andernfalls würde das Album weder Kintsugi heißen, noch hätte man Costey im Studio gehabt. Dennoch sagt Gibbard im Interview, er würde Chris in jedem Song den sie spielen hören. Zudem war Walla weiterhin fester Bestandteil bei den Aufnahmen für Kintsugi. Dennoch ist Death Cabs Mastermind schon immer Songwriter Ben Gibbard gewesen.  Große Veränderungen gibt es bei Kintsugi nicht, stattdessen fügt es sich nahtlos in die bisherige Diskografie ein. Dies ist keineswegs negativ, schließlich liebe ich diese Band für diesen Sound, weshalb sich das lange Warten auf den Nachfolger von Codes and Keys eindeutig gelohnt hat.

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