8kids 01

Fotos: Kaja Abel, noisiv.de

Am 12. April entschied ich mich, mit einer Freundin das Hafenklang aufzusuchen. Der Hauptgrund dafür war eigentlich, dass ich auf Facebook gelesen hatte, dass dort zwei Bands für lau spielen. Und wenn etwas umsonst ist, bin ich immer dabei! Als ich ankam, wurde mir auch bewusst, warum das Konzert umsonst war: Die Anzahl der Menschen im Raum konnte man mehr oder weniger an zwei Händen abzählen. Viel voller wurde es bis zum Beginn leider auch nicht mehr.

8kids 04

Die erste Band war Defy your Dreams. Sofort nach Beginn stellte sich heraus, dass es sich hierbei um eine klassische Metalcore-Gruppe handelt, die sich mit den Genre-typischen Spielweisen auskennt. Auf die Ohren gab es Metalcore, wie er im Buche steht. Screamings und Shouts des Frontmannes wurden abgewechselt mit Clean-Vocals des Gitarristen. Während es am Anfang noch etwas holprig klang, wurde es zum Ende hin immer besser.

Der Sänger bemühte sich die anwesenden Menschen zu animieren, aber der Platz vor der Bühne blieb leider leer, sodass er sich kurzerhand dazu entschied selbst vor die Bühne zu gehen. Sie gaben einige Songs ihres neuen Albums zum Besten und machten die Bühne anschließend frei für den zweiten Act des Abends.

Dann betraten 8kids die Bühne. Sie bestehen nicht, wie der Name vermuten lässt, aus acht Personen sondern nur aus zwei Männern und einer Frau hinter dem Schlagzeug. Ab diesem Zeitpunkt wurden etwas ruhigere Töne angestimmt. Gänsehautstimmung wurde mit emotionalem Post-Hardcore erzeugt. Der leichte „Schrei-Gesang“ wurde von angenehmen, eingängigen Gitarren begleitet. Zwischen den Songs wurde auch nicht viel Zeit für Reden verschwendet. Lediglich die am 29.04. erscheinende EP „Dämonen“ wurde angekündigt. Allgemein waren die Bandmitglieder sehr zurückhaltend, was irgendwie durchaus authentisch rüber kam. Nur bei den Liedern kam der Sänger voll aus sich raus und hat wirklich alles gegeben, was möglich war. Ich hab ihm jedes Wort abgenommen und mitgefühlt. Zwischendurch musste sogar die eine oder andere Träne geschluckt werden.

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Neben den eigenen Songs wurde auch noch Grönemeyers „Der Weg“ in eine ergreifende Post-Hardcore-Version gewandelt. Ich weiß bis heute nicht, wie man auf die Idee kommt ausgerechnet diesen Song zu covern, aber es klang im Endeffekt wirklich grandios. Dem Lied wurde definitiv ein eigener Stempel aufgedrückt, ohne ihn dabei vollkommen zu verändern.

Als dann auch 8kids die Bühne wieder verlassen haben, trat ich glücklich den Heimweg an. Es war ein wirklich rundum gelungener Abend, für den ich auch liebend gerne Geld bezahlt hätte. Fazit: Klassischer Metalcore, ruhiger Post-Hardcore und dazu zwei, drei eisgekühlte Astra sind nun wirklich das Beste, was einem an einem Dienstagabend passieren kann!

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