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Seit mehreren Jahren ist das dritte Juli-Wochenende für mich ein besonderes, denn dann heißt es seither: „Das Deichbrand steht an“! Auch in diesem Jahr habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen und so ging es für mich wieder zurück in die Heimat nach Cuxhaven, um dort vier Tage wie ein betrunkener Einsiedler zu leben und mir gute Musik um die Ohren zu hauen. Wie ich das Deichbrand 2015 erlebt habe und welches Fazit ich für die Zukunft ziehe, bringe ich euch also in diesem Bericht nahe. Fangen wir also doch direkt an:

Donnerstag: Anfahrt, Stau und Hysterie

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Gegen halb 12 begab sich unsere Gruppe auf den Weg zum Deichbrand-Gelände. Aus Altenwalde heraus dauert das im Drei-Auto-Konvoi an und für sich nicht länger als ungefähr 20 Minuten (wenn überhaupt), jedoch machte uns der ungeliebte Stau einen Strich durch die Rechnung. Nerven konnte der aber nicht, viel mehr stieg unsere Vorfreude noch viel mehr und nüchtern müssen ja schließlich sowieso nur die bleiben, die auch hinterm Lenkrad sitzen. Die Anfahrt war also bereits eine große Party und das nicht nur in unserem Konvoi; um uns herum entstand ein Stau voller Spaß und Bier statt gefrustetem Rumsitzen – so muss das sein! Gegen 13:30 Uhr kamen wir endlich auf dem Camping-Gelände an und platzierten uns direkt auf C1. Stunden später waren alle Zelte endlich aufgebaut und ich konnte mich dem Abendprogramm widmen.

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Kmpfsprt verpasste ich leider, da sich unsere Campaufbauten aufgrund unbekannter Gründe (man munkelt, der Übeltäter nennt sich „Bier“) stark in die Länge zogen; jedoch ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, zu Adam Angst im Palastzelt anwesend zu sein. Das wiederum hat sich auch wirklich gelohnt, denn das Quintett rund um Felix Schönfuss legte ein kraftvolles, hysterisches und mächtiges Set hin. Alleine „Jesus Christus“, stets der Opener bei Live-Auftritten und auch auf dem Album zeigte direkt, dass die Jungs Bock hatten – so viel Bock, dass Schönfuss am Ende des Set-Closers „Splitter von Granaten“ über den Zaun in die tobende Menge begab und den Chorus ein letztes Mal mitten im Pit sang. Hellauf begeistert vom kompletten Set und diesem geilen Abschluss schrie ich den Text mit und moshte noch ein letztes Mal in der Crowd.

Die anschließenden Bands vom Donnerstag sah ich mir nicht mehr an, allerdings ging es irgendwann später vom Camp aus Richtung Red Bull Tourbus – mittlerweile eine Tradition unserer fest eingesessenen und sich stets erweiternden Camping-Runde. In den letzten Jahren wussten die dort auflegenden DJs mit coolen Beats und geilen Mixes zu überzeugen und am Donnerstag war das auch größtenteils wieder der Fall. Die Musik störte mich dort also überhaupt nicht, viel mehr gingen mir ein paar Festivalisten auf die Nerven, die meinten, besoffen durch die Gegend zu pogen zu müssen – bei elektronischer Musik, die nicht fürs Pogen geeignet ist wohlgemerkt. Aber gut, etwas Schwund ist wohl immer, die Party war insgesamt trotzdem ganz cool.

Freitag: Beatbuletten, dicke Motten-Beats und mehr

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The Subways baten zur Sitzparty

Nach einer richtig kalten Nacht, in der ich mir beinahe alles erdenkliche abfror, ging es in den Freitag, der mit 28 Grad und einem späten Monsunregen glänzen sollte. Den Vor- und Nachmittag über hatte ich Band-technisch wenig auf dem Zettel, also ging ich erforschen: Itchy Poopzkid, die vor acht Jahren ihren Durchbruch schafften und gefühlt ebenso schnell wieder verschwanden, wurden das Opfer meines persönlichen Discovery-Channels. Mitten ins Set hineingezappt, schaltete ich aber nicht lange danach wieder ab. Energie und Enthusiasmus hat das Trio mehr als genug, allerdings ist die Musik einfach nicht meine und das ist auch in Ordnung, denn immerhin konnten sie genügend andere Zuschauer vor der Bühne gekonnt bespaßen.

Mein erster Pflichttermin stand um 18 Uhr auf der Fire Stage an, denn dort spielten The Subways. Mindestens zwei Mal auf ärgerliche Art und Weise verpasst, hätte ich es mir dieses Jahr nicht erlaubt, sie erneut nicht zu sehen und für meine Entschlossenheit wurde ich belohnt. The Subways sind unglaublich begeisternd und sie wissen, wie sie Stimmung machen müssen. Zwischen den populären Klassikern und weiteren älteren Songs mischten sie auch vier Songs der aktuellen LP ein, die fast allesamt folk-lastiger sind und zwar zu gefallen wissen, mich aber irgendwie nicht restlos überzeugten.

Nicht zuletzt finde ich es beeindruckend, wie variabel sie ihr simples Konzept aufziehen können, was ich gerne am Drummer Josh festmache, der ein extrem simples Drumkit nutzt, sogar auf eine Hi-hat verzichtet und dieses trotzdem sehr variabel spielt. Trotzdem stelle ich mir die Frage, inwiefern das Trio diese gewollte Simplizität in Zukunft umsetzen wollen, aber diese Gedanken sind erstmal nicht weiter entscheidend, denn sie haben gerockt und das ausgezeichnet.

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Nach einem ausgiebigem Besuch im Camp mit einhergehender Biertank-Auffüllung ging es zu den Beatsteaks und obwohl ich die Band bereits mehrere Male live gesehen habe (und jedes Mal beeindruckt war) war dieser Auftritt etwas ganz großes. Das Set war großartig, voll von Hits à la „Cut Off The Top“, „Hello Joe“ sowie Live-Garanten, wie „Hey, Du“ und „Frieda und Die Bomben“, sodass sich mein Körper einfach endlos bewegen musste und meine krächzende Stimme jeden Song mitschmetterte. Die Band überzeugte abermals mit ihrer ganz eigenen Art und der Sympathie, die nur diese fünf Berliner haben können. Mit i-Tüpfelchen, wie dem geforderten und brav ausgeführten Frau-Auf-Die-Schulter-Nehmen, waren sie an diesem Abend ganz nahe an ihrer eigenen Perfektion.

Der Abend war dann aber natürlich noch lange nicht vorbei, denn direkt im Anschluss leitete Fritz Kalkbrenner auf der Water Stage den Party-Abend ein. Bereits im letzten Jahr spielte sein Bruder Paul auf dem Deichbrand einen solchen Slot und auch in diesem Jahr lieferte der Kalkbrenner-Clan coole Beats, die regelrecht zum Tanzen aufforderten. Nachdem es anschließend zurück zum Camp ging, der erwähnte Monsun-Regen einsetzte und ich beim Gang zum Palastzelt klitschnass wurde, wollte Dr. Motte noch von mir gefeiert werden.

Ich erlebte noch die letzten Minuten von Marek Hemmann, der mich ebenfalls vom Rumstehen abhielt und erlebte dann einen Dr. Motte in ausgezeichneter Form, der dicke Beats und Acid-Sounds auf die feierwütige Crowd fallen ließ. Er beherrschte die Menge und man erkannte sofort, dass da ein ganz großer seiner Zunft an den Turntables stand. Irgendwann war dann aber leider doch Schluss und ein sichtlich mitgenommener und betrunkener noisiv-Blogger schleppte sich durch den Matsch ins Zelt. Lasst euch hierbei folgendes gesagt sein: Passt auf, wohin ihr tretet, sonst verpasst ihr mitunter Zelt-Bänder auf Kniehöhe. Das endet dann in einer Olympia-reifen Pirouette auf den Boden mitsamt der Endhaltung einer umgekippten Schildkröte. Angenehm ist das nicht. Getestet von mir höchtpersönlich gegen halb sieben Uhr morgens.

Samstag: Ganz feine Sahne und eine komische Party

Im Gegensatz zum Freitag fing der Samstag bereits früh an für mich, denn bereits um 13 Uhr spielten Feine Sahne Fischfilet auf der Fire Stage. Ich kannte eine Vielzahl ihrer Songs zuvor nicht und wollte mich einfach mal davon überzeugen, wie die Band live rüberkommt und was an ihren Aussagen dran ist. Fazit ind Kurzform: Wow! Die Jungs spielten mit einer Begeisterung und ich nehme ihnen die Aussagen, die vor allem Sänger Monchi tätigte, zu hundert Prozent ab. Sie kamen authentisch rüber und hatten unheimlich viel Spaß bei der Sache. Auch das Publikum wurde direkt angesprochen und aufgefordert, was es mit Pogo und Moshpits quittierte. Spätestens als Monchi dann am Ende von „Komplett im Arsch“ ebenfalls den Weg in die Menge suchte und sie wie einst Moses in der Mitte teilte, war ich restlos überzeugt.

Freiheit für Valentin! #freevalentin #deichbrand

Ein von Feine Sahne Fischfilet (@feinesahnefischfilet) gepostetes Foto am

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Vom Belgier Blaudzun, der mit Live-Band im Palastzelt auftrat, verpasste ich leider einen Großteil des Sets. Das, was ich allerdings sehen und hören durfte, war Folk mit Herz und Seele, groß geschriebener Melancholie und einer Verträumtheit, die mich in ihren Bann zog. Anschließend spielten die Punkrocker von Pascow im Zelt. Die hatte ich zuvor gar nicht auf dem Zettel, lediglich durch eine Empfehlung eines Freundes ging ich mit, um sie mir anzuschauen. Dass Pascow bisher an mir vorbeimusizierten, zeigte sich als Schandtat meinerseits: Großartige Texte, gepaart mit schwung- und kraftvollen Melodien, die ins Mark gingen. Irgendwo zwischen Punkrock und Post-Punk platzieren sie sich und brachten die Crowd extrem in die Gänge. Sichtlich beeindruckt und klitschnass nach mehreren Bierduschen ging es zurück ins Camp.

Nach den beiden bisherigen Deichkind-Enttäuschungen der letzten Jahre ignorierte ich ihren Auftritt auf der Fire Stage gekonnt. Viel lieber hätte ich mir andere Bands, wie Circa Waves und Young Rebel Set angeschaut, die ich jedoch leider ebenfalls verpasste. Klangkarussel konnte ich mir kurz anschauen. Die verträumten Klänge und eher ruhigen Beats gefielen mir sehr gut, allerdings war die Luft im Palastzelt inzwischen wohl so schlecht, dass meine Feierrunde lieber zum Red Bull Tourbus wechselte – schade, aber verständlich, wenngleich ich die schlechte Luft überhaupt nicht bemerkte, aber da reagiert ja jeder unterschiedlich.

Es ging also zum zweiten Mal gen Tourbus und während es dort am Donnerstag eine durchaus gute Party zu feiern gab, enttäuschte man mich am Samstag umso mehr. Die Songs waren größtenteils langweilig, das Set wirkte zeitweise wie eine schnell zusammengeschusterte und lieblos abgespielte Playlist. Einige Übergangseffekte, ein paar Fade-outs und et voilà: Das war der Samstag am Tourbus. Ich für meinen Teil war extrem enttäuscht und schon beinahe sauer auf die DJs, sodass ich von dannen trat und schlafen ging.

Sonntag: Blutrote Glückseligkeit mit dem Cuxmann

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Ein letztes Mal ging es am Sonntag also auf das Festival-Gelände. Ich ging diesen Tag recht entspannt an – so entspannt, dass ich The Wombats verpasste und mir gewaltig in den Hintern biss. Aber gut, ihr aktuells Album „Glitterbug“ ist für mich sowieso ein kompletter Reinfall. Es ging für mich also dann doch erst um 18 Uhr vor der Water Stage los, denn die Blood Red Shoes wollten gesehen werden – eine Band, mit der ich seit Jahren sympathisiere, deren vier Alben ich ausnahmslos super finde.

Wahrscheinlich aufgrund des Regens, der bereits den ganzen Tag vor sich hin prasselte, war es vor der Bühne nicht lückenlos voll, was schade war, der Band aber nicht die Laune vermieste. Sie spielten ein gutes Set, sangen druckvoll und spielten kraftvoll sowie dynamisch; trotzdem wurde ich auf hohem Niveau etwas enttäuscht, denn immer mal wieder verspielten sich sowohl Laura, als auch Steven hörbar. Schade, aber gut war es trotzdem und Spaß hatte ich auch eine ganze Menge beim Mitbrüllen der Lyrics.

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Eines meiner ganz großen Highlights rief um 20:45 Uhr zur Water Stage: Thees Uhlmann, auch bekannt als „Thees Cuxmann“ mitsamt Band. Er ist ganz in der Nähe des Festivals in Hemmoor aufgewachsen und so freute er sich offensichtlich tierisch auf seinen Deichbrand-Auftritt, was man an allen Ecken und Enden spürte. Eine solche ehrliche Begeisterung und Hingabe sieht man selten. Darüber hinaus hörte ich seinen kurzen Geschichten sehr gerne zu und sein „Deichbrand Gefangenen-Chor“ aka. die Crowd empfand das wohl ganz ähnlich. Zwischendurch kamen dann noch Fettes Brot auf die Bühne, um den Rap-Part von „& Jay-Z Sing Uns Ein Lied“ zu übernehmen, wofür sich Cuxmann am Ende feiern ließ: „Ich stand mit Fettes Brot auf der Bühne“ – sympathisch bis zum Maximum, der Kerl. Nach dem Abschluss-Song „Die Toten auf dem Rücksitz“ hinterließ er einen sehr glücklichen noisiv-Blogger.

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Obwohl ich mit Fettes Brot und ihrer Musik herzlich wenig anfangen kann, erklärte ich mich dazu bereit, mir das Trio als Festival-Abschluss auf der Fire Stage anzuschauen. Während ich deswegen abermals klitschnass wurde, bot die Gruppe ein gut gelauntes Set aus vielen Klassikern, das die Menge mitriss. Fast niemand blieb da emotionslos stehen und auch ich muss neidlos anerkennen, dass sie sich auf der Bühne beiheimatet fühlen und das zu jeder Sekunde zeigen. Fettes Brot waren ein gelungener, mitreißender und hoch sympathischer Abschluss des diesjährigen Deichbrand-Festivals. Ich sage dazu nicht viel mehr, als „Peinliche Momente In der Öffentlichkeit“ – einfach nur richtig cool!

Rund ums Festival: Die Sache mit dem Essen und den Klos

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Ein ganz großes Thema bei jedem Festival sind natürlich auch das Angebot an Nahrung und Klos. Das Deichbrand hat besonders beim letzten Aspekt eine negative Historie vorzuweisen, denn die Menge und Positionierung der Toiletten wurde stets kritisiert. Während des auf dem Camping-Gelände gefühlt an keinem Ort an Dixie-Klos mangelte, waren sie auf dem Festival-Gelände mit sechs Exemplaren doch recht rar gesät.

Zwar wurden darüber hinaus zwei Toiletten-Container und Herren-Pissoires aufgebaut, allerdings kam es bei den Toiletten trotzdem immer wieder zu Staus, die sogar darin mündeten, dass manche Mädels ihre Krallen ausfuhren und sich ordentlich „anfauchten“. Darüber hinaus vermeldeten einige Besucher, dass die festen Toiletten nicht unbedingt „sauber“ waren und die Dixies auf dem Festival-Gelände glichen tatsächlich einem ABC-Angriff auf jeden, der hineinging.

Während das Angebot an Toiletten (sowohl Klo-Container, als auch Dixie-Klos) auf dem Camping-Gelände meiner Meinung nach wenig Anlass zur Beanstandung gaben, sollten die Organisatoren weiterhin daran arbeiten, die Toiletten-Situation auf dem Festival-Gelände zu optimieren. Hier helfen eigentlich nur mehr Einrichtungen, denn die Platzierung dieser war dieses Jahr bereits recht klug gewählt.

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Das Essensangebot machte jedoch weitere Schritte nach vorne. Es war für jeden etwas dabei: Döner, Burritos, Pulled Pork, Fish & Chips, Pizzen, Burger, Bratwurst, japanische Nudeln und und und. Sogar vegetarisch und vegan konnte man dieses Jahr speisen und vor einigen Jahren noch hätte ich niemals gedacht, dass man auf einem Festival inzwischen so vielseitig essen kann. Die Qualität hat sich zudem ebenfalls verbessert, sodass man das Essen mit durchaus gutem Gewissen gegenüber dem eigenen Gaumen zu sich nehmen kann – vor allem die Fish & Chips haben es mir wirklich angetan!

Mit dieser steigenden Qualität sind auch die Preise so langsam annehmbarer. Die Bratwurst für drei Euro geht demnach völlig in Ordnung, der Pulled Pork Burger für 4,50 Euro ist auch noch echt im Rahmen. Typische Festival-Preisstaffelungen gab es dennoch genügend zu beobachten: Eine halbe Pizza für 5 Euro, die ziemlich dünn belegt und ebenso dahingepfuscht daherkam ist hier das passende Beispiel. Trotzdem bin ich insgesamt positiv gestimmt, was das Angebot an Nahrung beim Deichbrand angeht. Und überhaupt: Endlich kein Becks mehr und stattdessen mit Jever etwas vernünftiges! Es wird stetig vielseitiger, besser und preislich angemessener. Alles in allem von meiner Seite aus also ein Daumen nach oben an die Deichbrand-Organisatoren, was das Essen angeht!

Mein Fazit: Ich fühle mich zu Hause

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Wenngleich wir dieses Mal nicht von traumhaften Temperaturen verwöhnt wurden, wie es letztes Jahr der Fall war, werde ich das Deichbrand 2015 wieder einmal als ein sehr gelungenes Festival im Gedächtnis abspeichern. Das Line-Up war meiner Meinung nach recht gut und vielschichtig bestückt, dazu kamen die wohl entspanntesten Securities der Festival-Welt und eine generell recht gute Stimmung.

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Die sonntägliche Camping-Idylle

Fragt man mich nach meinen Festival-Highlights, wird man wie aus der Pistole geschossen vier Acts als Antwort bekommen: Adam Angst, Beatsteaks, Feine Sahne Fischfilet und Thees Uhlmann & Band! Diese vier Bands haben mich auf ihre eigenen Arten und Weisen besonders in ihren Bann gezogen und beeindruckt. Aber auch die anderen Bands, die ich mir angeschaut habe, wussten zu imponieren. Im Booking-Bereich schafft man beim Deichbrand inzwischen ein recht hohes Niveau – sowohl bei den kleineren, als auch bei den großen Künstlern unserer Zeit. Das gefällt natürlich und rechtfertigt die Ticketpreise, die man fürs nächste Jahr nochmals anziehen wird.

Jedes Jahr fühle ich mich aufs Neue willkommen, wenn ich das Gelände zum ersten Mal betrete. Das Deichbrand ist für mich eine Reinigung von Körper und Geist, wie kein anderes Festival und das hat es auch dieses Mal bewiesen. Wenn Du dann auch noch abends beim Sonnenuntergang in Deinem Campingstuhl sitzt und Dir Bob Dylan in die Ohren singt, weißt Du, dass die Welt am Ende doch in Ordnung ist.

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Das Deichbrand am Montag: Ein Sinnbild