Foto: Mike Smith

Eine positive Überraschung zum Ende des Jahres: Dispatch melden sich zurück und haben mit „Location 13“ die Fortsetzung ihres Albums „America, Location 12“ veröffentlicht. Die Band um Frontmann Chadwick Stokes hat noch einiges zu erzählen und setzen ihren Kampf um Gerechtigkeit auch auf ihrem neuen Werk fort!

So thematisiert die Single „Letter To Lady J“ etwa die Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten und ist den dortigen Opfern gewidmet. Dabei wissen Dispatch nicht nur textlich zu überzeugen, sondern machen nebenbei auch fantastische Musik. Dabei gelingt der mittlerweile fünfköpfigen Band ein gelungener Mix aus Folk-, Rock- und Indieeinflüssen. Allerdings lassen sich Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger erkennen. So gibt es eine an die alten Alben angelehnte Leichtigkeit in „Cross The World“. Als neues Stilelement sind Blasinstrumente mit am Start, die nicht nur eine Nebenrolle spielen.

Ebenfalls beeindruckend sind die Stimmungswechsel in den Songs wie etwa in „So Good“, bei dem von einer gezupften Gitarre der Übergang zu einem rockigen Refrain überwechselt. Dennoch dominiert die Gitarre weiterhin im Kosmos Dispatch und gibt den Rhythmus vor. Favoriten auf der neuen Platte lassen sich noch nicht endgültig bestimmen, immerhin haben Dispatch sich zu eigen gemacht, dass ihre Alben mit der Zeit wachsen.

Während die Songs zum Download und Streaming bereits verfügbar sind, müssen Fans von CD und Vinyl noch bis November warten. Dispatch gelingt es eine wunderbare Fortsetzung aufzusetzen und schaffen ein neues Abenteuer von Geschichten, politischen Botschaften und untermalen diese mit stimmungsvollen Melodien. Auch hier muss ich nochmal die Vielseitigkeit hervorheben, die Dispatch eindeutig auszeichnet und wofür die Fangemeinde sie so liebt. Schwere politische Zeiten erfordern klare Statements und eine funktionierende Zivilgesellschaft, Dispatch tragen ihren Teil mit „Location 13“ bei und kämpfen so für eine gerechtere Welt!

Dispatch live bei den NOISIV SESSIONS