Fotos: Lisa Ostheimer, noisiv.de

Sie gelten in den USA als der ultimative Lo-Fi-Pop-Punk-Tipp und spätestens nach ihrem Konzert im Molotow kann ich besten Gewissens behaupten: zurecht! Die Rede ist von Alex Luciano und Noah Bowman, besser bekannt als Diet Cig. Nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Swear I’m Good At This“ im letzten April, haben sie nun auch einen Abstecher nach Hamburg gemacht. Und eins sei gesagt: Diet Cig haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen!

5 Songs … im Tourbus: mit Diet Cig!

Sie gelten in den USA als der ultimative Lo-Fi-Pop-Punk-Tipp und ich bin mir sicher, dass diese Welle auch zu uns rüberschwappen wird. Die Rede ist... Weiterlesen →

Der Sound: Laut, ungeschliffen und wüst.

Das Molotow ist gut gefüllt, so auch das Publikum, das auf ein spätes Konzert im Rahmen der Partyreihe „Motorbooty“ wartete. Um halb eins ging der Vorhang, der die Bühne vorher abgehängt hatte, auf und da waren sie: Diet Cig. Verloren wirkten die beiden vor Energie strotzenden Musiker auf dieser großen Bühne keinesfalls. Der wuchtige Garage-Lo-Fi-Punk-Sound der Band ertönte aus den Lautsprechern, „Sleep Talk“ machte unter den ersten Songs mächtig Eindruck.

Die laute Gitarre und das treibende Schlagzeug ließen Alexs Stimme an manchen Stellen untergeordnet erscheinen. Doch da überraschte die Band mit Songs wie „Apricots“ oder „Barf Day“ und schon stand der Gesang problemlos im Vordergrund. Diese gekonnte Mischung ließ das Set zu keinem Zeitpunkt langweilig erscheinen. Gegen Ende durften Lieblingsstücke der Fans wie „Sixteen“ und „Harvard“ selbstverständlich nicht fehlen.

Unschlagbare Bühnenpräsenz von Sängerin Alex Luciano.

Bleibenden Eindruck hinterließ an diesem Abend nicht nur die Musik. Frontfrau und Energiebündel Alex Luciano verzauberte durch ihren einnehmenden Charakter und ihre intuitiven Punk-Girl-Moves. Mit Aussagen wie „rock music is for everyone, rock music is for girls“ machte die Musikerin auch abseits der Songs auf sich aufmerksam. Sie nahm die komplette Bühne für sich ein, sprang durch die Luft, sang im Publikum und schwitze, was das Zeug hielt. Hut ab, eine solche Performance sieht man viel zu selten!