Den guten DiscoCtrl hatten wir bereits mehrere Male bei uns im Blog – inklusive einem schönen Interview. In Deutschland geboren, in Austin gereift und nun wieder in Berlin zu Hause, präsentiert er sich ein ums andere Mal als spannender Künstler. Nicht mehr nur als Rapper, sondern auf seinem neuesten Mixtape „DUSK2“ auch wieder als Produzent.

Das Konzept von „DUSK“ wird also fortgesetzt, obwohl in der Zwischenzeit die vielversprechenden Singles „Frida Kahlo“ und „Five Fingers“ unter der Fremdregie von Django36 erschienen sind. Ist aber auch nicht schlimm. Geschaffen hat sich DiscoCtrl einen düsteren, modern klingenden und minimalistischen, aber stringenten Soundteppich, der das Mixtape zu einem mehr als runden Ding macht.

Man hört definitiv eine Weiterentwicklung zum ersten Teil der Reihe. Highlight unter den sieben Songs ist natürlich die Single „One Day Up“, aber auch „Pink Motorola“ entpuppt sich als Instant-Ohrwurm. Ganz ohne Vocal-Beitrag von DiscoCtrl kommt „Little Man“ von Stimulus aus – natürlich produziert vom Halbamerikaner.

Passend zum Sound haben die Lyrics eine ähnlich hypnotisierende Wirkung. Irgendwo schnappe ich die sehr treffende Zeile auf: „Reality is slippery“. Mit „DUSK2“ präsentiert DiscoCtrl jedenfalls seine ganz eigene Realität. Man ahnt, dass dem jungen Rapper/Produzenten die Abwechslung fehlen könnte, doch darüber nörgle ich, wenn es so weit ist. Bis dahin pumpe ich „Pink Motorola“.

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