Foto: Ant Palmer

Ihre Musik klingt wie eine Hommage an längst vergangene, durchtanzte Abende im Molotow Club. Und eins wird unweigerlich klar: Für frischen Wind in der leicht verstaubten deutschen Indieszene sorgen DOTE mit ihrer zweiten EP „CENTRE COURT“. Die vier Jungs aus dem Ruhrgebiet sorgen zum Start in das Jahr 2018 mit ihren vier neuen Songs für tanzbare Melodien und eine Menge guter Laune.

DOTEs EP „CENTRE COURT“ handelt von der Jugend als isolierter zeitlicher Raum völliger Selbstbestimmung und gleichzeitigem Unverständnis von außerhalb. Man wird ab Song eins namens „The Hill“ ohne mit der Wimper zu zucken ins musikalische Abenteuer der vier Essener mitgenommen. Im Fokus steht eine markant tiefe Stimme und ein schillernder Gitarrensound.

„Swim“ nimmt rasant an Fahrt auf und es wird verschachtelter als anfangs vermutet. Wer bei diesem Stück ruhig sitzen bleiben kann, hat irgendwo irgendwann etwas falsch gemacht. „Bottles“ bietet sich ideal zu mitsingen an und „Island“ rundet das zweite Werk der jungen Indie-Band tiefgründig und sphärisch ab.

Sie stehen zwar noch am Anfang, doch ich bin mir sicher, dass wir von Jonah, Lukas, Moritz und Niclas in nächster Zeit noch einiges hören werden. In ihrem erfrischend lebendigen Sound steckt eine Menge Potential. Und mit Anfang 20 haben DOTE noch genug Zeit an neuen Stücken zu arbeiten. Es bleibt also spannend.