Fotos: Handyfotos, Lisa Ostheimer – noisiv.de

Ducking Punches sind meine große Entdeckung des letzten Jahres. Die vierköpfige Band irgendwo zwischen Punk, Rock und Folk hat vor Kurzem erst ihr neues Album „Alamort“ veröffentlicht. Ihre Musik handelt von Selbstzweifel, Tod von geliebten Menschen, Süchten und Liebe. Harter Tobak, doch immer mit einem gewissen Hoffnungsschimmer. Meine Vorfreude die Band in der Astra Stube live erleben zu können war, um zu untertreiben, groß.

Selbstzweifel, Liebe und Hoffnung: Ducking Punches mit emotionalem Album „Alamort“

Ursprünglich war Ducking Punches als akustisches Solo Projekt von Sänger und Gitarrist Dan Allen geplant. Daraus gewachsen ist eine vierköpfige Band irgendwo zwischen Punk, Rock... Weiterlesen →

We Bless This Mess über seine Eltern, Depressionen und die Liebe zum Leben

Den Abend eröffnen durfte Nelson Graf Reis, besser bekannt als We Bless This Mess. Der portugiesische Singer-Songwriter mit der rauen Stimme schreibt Texte, die direkt ins Herz gehen. Redefreudig und offensichtlich glücklich über die gut gefüllt Astra Stube ging er auf die Bühne. Zu fast jedem Song ließ er in die Hintergründe seiner Texte blicken. In „Ocean“ verglich er das Atmen mit dem Fließen des Meeres und „Mom and Dad“ handelt von der persönlichen Bewältigung der Scheidung seiner Eltern.

Auch von Depressionen, die er in schweren Zeiten bewältigen konnte, war die Rede. Dass der junge Künstler solch tiefgründige Gefühle und Erlebnisse mit dem Publikum teilt, ist sehr mutig und beweist eine menge Kraft. Diese zieht We Bless This Mess aus seiner Musik und seiner positiven Grundeinstellung zum Leben, welche er in „Joy“ lauthals besang. Die Musikfreunde in der Astra Stube waren so begeistert, dass sie prompt eine Zugabe von ihm verlangten.

Ducking Punches mit neuem Album „Alamort“ und Hintergründen zu ihren Songs

Nach einer kurzen Pause betraten schnell auch schon Ducking Punches die Bühne. Direkt fiel auf, dass anstatt Gitarrist Marcus nun Nelson von We Bless This mit auf der Bühne stand. Dies hatte die Band bereits im Vorwege angekündigt, da Marcus sich entschieden hat nicht mit auf Tour zu kommen, um den Tod seines Vaters zu verarbeiten. Direkt ab dem ersten Song war klar, dass Ducking Punches nicht nach Hamburg gereist waren, um ihre Songs stumpf herunterzuspielen.

Die Leidenschaft hinter der Mischung aus altem und neuem Material war spürbar. Mit „With Unfounded Hope“ starteten Ducking Punches gnadenlos ehrlich in ihr Set. Dan Allen sang aus voller Brust „I hate myself and who I am“. Bei „It’s Been A Bad Few Week“ bewies sich das Publikum als textsicher. Frontsänger Dan lies ebenfalls in die Anlässe für seine Songtexte blicken und offenbarte, dass der Song „Six Years“ von dem Tod geliebter Freunden durch Suizid handelt.

Mit dem letzten Stück des Abends überraschten Ducking Punches noch einmal so richtig und spielten mein Lieblingsstück „Smoking Spot“. Da ich von dieser Band noch lange nicht genug habe, wird man mich mit großer Sicherheit Ende Mai bei ihrem Konzert im Hamburger Gängeviertel antreffen, denn die Musiker aus Norwich kommen erneut auf Tour nach Deutschland.

Ducking Punches erneut auf Tour

  • 03.05.18 Kiel, Schaubude
  • 05.05.18 Deutzen, Rock am Kuhteich Festival
  • 25.05.18 Hamburg, Gängeviertel
  • 26.05.18 Braunschweig, B58
  • 15.06.18 Trier. Lucky’s Luke

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