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Foto: Justin Broadbent

Bei der Recherche zum neuen Album von Metric staunte ich erstmal nicht schlecht, dass es sich bereits um das neunte Album des Quartetts handelt. Allerdings treten in „Art Of Doubt“ keine Alterserscheinungen auf. Metric blühen auf wie zu Beginn ihres Schaffens.

In „Dark Saturday“ wird gleich der Takt vorgegeben. Dabei wird beim Hören sofort bewusst: Emily Haines hat nichts an ihren Gesangsqualitäten eingebüßt und auch die Synthesizer spielen weiterhin eine große Rolle. Insbesondere bei „Now Or Never Now“ geben die Synthies den Takt vor, ähnlich wie bei Chrvches. Dass Metric auch die Gitarre nicht aus den Augen verloren haben, wird etwa in „Underline The Black“ klar, wo Emily ebenfalls mit ihrer abermals Stimme verzückt.

Auch in „Dressed To Supress“ wird zunächst der Eindruck erweckt, dass ein nächster Synth-Pop Song kommt. Nachdem der Song seine Fahrt aufnimmt, mausert er sich persönlich zum stärksten Song und fährt in die Indie-Schiene. Vom einen Highlight geht es mit „Risk“ zum nächsten, bei dem Emilys herzhafte Stimme den Chorus  leidensvoll und bittersüß begleitet wird, während die Instrumente dies wundervoll umrahmen. Ähnlich schön kommt „Seven Rules“ daher, das in ein für Metric ungewohnt schönes statt wildes Gitarrenoutro mündet.

Auch in fast 20 Jahren Bandgeschichte schaffen es Metric noch immer ihren Stil weiterzuentwickeln. Fans werden mit „Art Of Doubt“ ihre Freude haben. Ebenso werden Neulinge Metric für sich entdecken können und dann vermutlich ähnlich verwundert feststellen, dass Metrics Diskographie länger als gedacht ist und es sich nicht etwa um Newcomer handelt.

Metric Tour in Deutschland 2018

  • 30.10. – Hamburg, Knust
  • 31.10. – Berlin, Kesselhaus
  • 05.11. – München, Technikum
  • 14.11. – Frankfurt, Gibson