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Bildquelle: Youtube | OfficialEels

Zugegebenermaßen schon eine Weile länger her ist die Veröffentlichung des Eels-Videos „Mistakes Of My Youth“ und des dazugehörigen Albums „The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett“. Leider hat jener Herr Everett, dem geneigten Eels-Freund als E bekannt, hier ein wenig nachhaltiges Album abgeliefert. Das mag daran liegen, dass es sich um das fünfte Album in fünf Jahren handelt und der von familiären Tragödien gegeißelte Kopf der Eels langsam Ermüdungserscheinungen im seinem Output erfährt.

„The Cautionary Tales …“ sei also nur unter Vorsicht empfohlen. Wer mit den Eels bisher nicht oder kaum vertraut ist, dem sei das tragische Epos „Electro-Shock Blues“ von 1998 ans Herz gelegt, das sicher zu meinen Top 20 der All Time Favorite Alben gehört.

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Bildquelle: Youtube | OfficialEels

Erwähnenswert ist dennoch der Clip zu „Mistakes Of My Youth“, dem besten Stück des 2014er Albums. Ein gewohnt melancholischer Everett singt „I keep defeating my own self and keep repeating yesterday“ in seinen Rauschebart, was im Video wunderbar durch einen jungen Protagonisten illustriert wird. Wo einen Bilder von weiten Landschaften, die dieser mit dem Rad erkundet, noch von einer Jugend ohne Internet schwärmen lassen, bildet der Regisseur durch rauchende und trinkende Jugendliche den bitteren Gegenpol.

Gute Bilder bei guter Musik mit gutem Text, was möchte man mehr? Ein richtig gutes Album vielleicht. Aber darauf gibt es sicher Hoffnung in den nächsten Jahren – „I know that it’s not too late!“

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