Cattelan

Hört man die Düsseldorfer Gruppe Cattelan zum ersten Mal, muss man sich erstmal sortieren, und ganz besonders auch das, was man da vor sich hat, sortieren und einsortieren. Denn in ihrer Musik passiert ganz schön viel! Fünf junge Menschen, die sich zu einer Band zusammengefunden haben – erstmal nicht ungewöhnlich. Hier jedoch spielt ein Saxofon eine tragende Rolle, was im Indie-Genre, in das man Cattelan erstmal grob einsortieren könnte, nicht gerade Gang und Gäbe ist. Zudem singt Frontmann Michael Texte auf dem stark variablen Sound seiner Band, bei deren Sortierung man es teils noch viel schwerer hat:

„Wollen Sie eine Tasse Tee mit ein bisschen Zitrone? […] Mama sagt ,Boah geil!‘ – Setz‘ dich hin, setz‘ dich hin!“

Cattelan – Tasse Tee

Dass dann auch noch ein völlig überzogenes, hardcore-eskes Riff einsetzt und der Song dann so schnell wieder vorbei ist, wie er in seiner Spaßvogel-Stimmung kam, macht den Zugang zu dieser Band auch nicht gerade leichter. Und überhaupt: Dazu zu kommen, sich ihre erste EP „Wenn du dich traust, dieses Zimmer zu verlassen?“ anhören zu können, erfordert auch schon mehr als bloß eine Streaming-App, wie ihr das heutzutage so gewohnt seid.

Nun jedoch muss diese unkonventionelle Band auf eure Mithilfe zurückgreifen! Auf ihrem Debütalbum wollen sie sich im Zimmer, dessen Verlassen im EP-Titel noch zur Debatte stand, nun gemütlich machen und nennen die Platte folgerichtig „Zimmereinrichtung“. Aufgenommen wurde sie im Bear Cave Studio, welches niemand geringerem als der großartigen Kölner Band Locas in Love gehört. In unserem Interview mit Sänger Björn Sonnenberg sprachen wir bereits über Cattelan und jenes Studio.
Nun allerdings sollen die abgeschlossenen Aufnahmen auch entsprechend bezahlt werden, zudem steht das Mastering und die Pressung der CDs und Platten noch aus. Dafür benötigt die Band Geld – so ist das nun mal. Und damit dieses Geld auch reinkommt, das Album also rauskommt, gibt es noch für gut zwei Wochen die Notwendig- und Möglichkeit, Cattelan bei Startnext zu unterstützen!

Cattelan bei Startnext helfen →

Ich möchte mich hier gern dafür aussprechen, dass jeder, der innovative und interessante Musik zu schätzen weiß, dem Düsseldorfer Quintett eine Chance gibt, sich mal bei Facebook umschaut, bei Youtube umhört und dann bestenfalls den im Crowdfunding-Video geäußerten Wunsch – „dass man uns irgendwie einfach machen lässt!“ – erfüllt und ein wenig in den Topf wirft. In den bisherigen Status von Zimmereinrichtung konnte ich schon reinhören und ich sag‘ mal so: Es lohnt sich definitiv, in diesen Release zu investieren! In fertiggestellter Form wird dieses Album eine Bereicherung der hiesigen Musiklandschaft sein, Cattelan bleiben vielfältig und einzigartig, finden aber den für ein Album nötigen roten Faden und wissen damit vollends zu überzeugen.
Der Monat ist doch noch jung – gebt dieser unterstützenswerten Gruppe doch ruhig ein bisschen was ab.