Ryan O'Reilly - Prinzenbar

Auch wenn ich seit Jahren Konzerte hier in der Hansestadt besuche und auch beim Reeperbahn Festival die Gelegenheit hatte, in die Prinzenbar hatte es mich bisher nicht verschlagen. Leider! Nun kam mit dem Konzert von Ryan O’Reilly endlich eins zum anderen und ich durfte nun erstmals diese tolle Venue von Innen sehen. Für kleine, gemütliche Musikabende kann ich mir derzeit tatsächlich keinen besseren Club vorstellen. Das Setting hat also schon mal gepasst.

Wir kamen pünktlich nach einer Pizza und einem frisch gezapftem in der Pizzeria Alt Hamburg an und fanden eine gut gelaunte und musikalisch überzeugende Antje Schomaker vor. Ihre vorgetragenen Texte gingen einem unter die Haut und diese Art von Musik, die Kombination aus Gitarre und einer ebenso stark wie zarten Stimme, war für diesen Rahmen einfach perfekt.

Antje Schomaker

Wie von einem guten Opener erwartet brachte sie das Publikum dazu näher an die Bühne zurücken und sogar in ein-zwei Strophen mitzusingen. Die Vorlage nach ihrer Performance war präzise gespielt und so hatte die kanadisch-irisch-britische Gruppierung leichtes Spiel, das Publikum von Beginn an mitzureißen.

Ryan O'ReillyGesagt, getan. Sie spielten mit Leib und Seele alte sowie neue Songs. Der in Berlin lebende Frontmann und Namensgeber der Band Ryan O’Reilly machte sich durch seine schmalen Deutschkenntnisse beliebt und war sichtlich dankbar und begeistert, Publikum aus dem ganzen Land in der Prinzenbar anzutreffen. Am meisten begeisterten mich die Darbietungen von „The First Time“ und „Sometimes Things Just Happen“. Beides Titel, die auch auf dem neuen Album „The Northern Line“ zu hören sind. Wenn euch diese beiden Songs schon gefallen, solltet ihr gleich nach dem ganzen Album greifen.

Als Fazit bleibt stehen, dass die Band mich live noch mehr überzeugt hat als auf der Platte. Klar, das ist oder eher sollte bei jeder Band noch der Fall sein, aber bei Ryan O’Reilly ist es mir besonders aufgefallen.

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