Deutsche Bands haben es seit jeher, bis auf wenige Ausnahmen, schwer bei mir. Die Beantwortung der Warum-Frage lasse ich hier mal weg, denn es gibt sehr viel spannenderes, über das man schreiben kann. Die junge Band „Empire Years“ ist ein Paradebeispiel dafür und ausgerechnet eine Band aus Deutschland! Meine pottigen Fast-Nachbarn aus Dortmund üben sich in dunkel angehauchtem Post-Punk. Zwar nicht großartig experimentell, aber dafür klasse durchdacht und eingängig.

Das erste Ergebnis der Arbeit ist die, aus vier Songs bestehende, „Cave Man EP“ und die hat es echt in sich, wie ich finde. Die Stimme von Jason klingt ein wenig wie die des Interpol-Sängers Paul Banks, gefällt mir aber echt gut im Gegensatz zu allem, was Interpol macht. Die ausholende Stimme passt einfach echt gut auf den straighten Sound der Band.

Wenn ich mir die Songs anhöre, stelle ich mir im Kopf meine favorisierte Indie-Disco um vier Uhr morgens vor. Man ist so langsam durch, der Abend neigt sich dem Ende. Dann fangen die Songs entspannt an und steigern sich soweit, dass man selbst nochmal ausholt zum großen Finale. Echt, großes Kino und ich habe mich ungelogen sofort in den Sound verliebt und feiere den gerade unaufhörlich. Es sollte echt viel mehr Bands in Deutschland geben, die solch gute Musik machen und das ist erst der Anfang der Band. Ich könnte nicht einmal einen Favoriten unter den vier Songs wählen, weil mich alle so beeindrucken. Ich warte gespannt auf weiteres Material und das solltet ihr auch! Bis dahin könnt ihr euch die EP via BandCamp auf Name-Your-Price-Basis kaufen und herunterladen und auch das solltet ihr unbedingt machen!

Empire Years im Web: Facebook | SoundCloud | BandCamp

via Schallgrenzen / Bildquelle: Facebook