Milo Greene - Press Photo 2 (credit Eliot Lee Hazel)

Foto: Eliot Lee Hazel

Im Jahr 2013 entdeckte ich Milo Greene, als sie Vorband von Cold War Kids auf deren Deutschlandtour waren. Damals imponierte mich die Leidenschaft, wie die Songs vorgetragen wurden und wirklich jeder aus der Band ans Mikrofon ging und den Songs unterschiedliche Vibes verlieh. Fünf Jahre später kommen Milo Greene mit ihrem inzwischen dritten Album zurück.

Das dritte Werk der Band hört auf den Namen „Adult Contemporary“. Bereits beim zweiten Song „Be Good To Me“ höre ich die eben beschriebene Leidenschaft erneut heraus, die mich damals so berührt hat. Bei „Young At Heart“ fühlt sich das Zusammenspiel der Vocals und die musikalische Untermalung wie bei der kanadischen Band Stars an. Zugegeben, dass zweite Album „Control“ ist bei mir nicht heimisch geworden, allerdings höre ich eine erfrischende Entwicklung seit dem letzten Wiedersehen heraus.

Während das Debüt „Milo Greene“ eine eher düstere Atmosphäre innehatte, ist bei „Adult Contemporary“ der Nebel bereits verzogen, was sich bei „Slow“ oder der Single „Move“ eindeutig zeigt und eher den Weg Richtung Disco, ähnlich wie bei Arcade Fire, wagt. Bei „Runaway Kind“ muss ich sofort an niemand geringeres an Fleetwood Mac denken. Das episch anmutende Finale bilden „Wolves“ sowie „Worth The Wait“, bei denen Milo Greene das Tempo nochmal anziehen und den würdigen Abschluss bilden.

Mit ihrer dritten Platte „Adult Contemporary“ haben mich Milo Greene positiv überrascht. Während das Debüt eher für kalte Herbstmonate den Soundtrack bot und der Nachfolger wenig im Gedächtnis blieb, schaffen die Musiker aus Los Angeles mit ihrem neuesten Werk ein rundum wunderbares Werk. Dabei hat „Adult Contemporary“ eine Vielseitigkeit an unterschiedlichen Stimmungen, ohne dabei den Charme von Milo Greene zu verlieren, der mich damals bei ihrem Auftritt in Hamburg erst so neugierig gemacht hat.