erotic4

Bildquelle: Youtube | Jarring Effects

Zwischen Zeilen wie „Want you to love my booty, not my inner beauty“ und „Why would you care about shaving?!“ lässt sich schnell erahnen: Was hier von unseren französischen Nachbarn über das dortige Label Jarring Effects zu uns herüberschwappt, ist moderner Feminismus erster Güteklasse. Erotic Market rufen mit ihrem Erstlingswerk „Blahblahrians“ das musikalische Matriarchat aus, wie die Videoauskopplung „I want to be some booty“ beweist. Das aus Marine Pellegrini und Lucas Garnier bestehende Duo bezeichnet seinen Sound auf der bandeigenen Facebook-Seite als „Noisy R’n’B“, an mehreren Stellen prangt der umgedrehte Funkadelic-Slogan „Free ur A$$ and ur mind will follow“.

erotic5

Bildquelle: Youtube | Jarring Effects

Marine Pellegrini thront im Video mit einer grotesken, das halbe Gesicht bedeckenden Maske im ultravioletten Licht als Herrscherin, die über Diskussionen zur Gleichberechtigung längst hinweg ist und Feminismus lebt. Das Video lebt von Spiegelungs- und Splitscreen-Effekten, die der rotzig ihr Körperbewusstseins-Pamphlet vortragenden Sängerin eine spooky Atmosphäre verleiht. Blümchenkleider und Nieten-BHs, massiver Lippenstift und brennende Barbies. Dazu Drummachine-Geballer und beißende Synthies, tiefe Bässe und okkult wirkender Background-Gesang.

Wer mich zu einem Beitrag zur Genderdebatte fragt, den verweise ich auf das Max Goldt-Zitat „Jeder Mensch gehört in die Küche“ und diesen hervorragenden Track von Erotic Market.

[asa]B00ISUPJPK[/asa]