Foto: beats international

„Meine einzige Regel beim Musikmachen war immer, nicht wie irgendjemand sonst zu klingen“, sagt Jonathan Higgs. Und mit den Songs, die er und seine Bandkollegen kreieren, hat er seine Ziel erreicht. Everything Everything sind stürmisch, hypnotisierend und schrill und heben sich durch ihren ganz eigenen Sound von der Masse ab. Nun ist ihr viertes Studioalbum „A Fever Dream“ erschienen und die vier Briten schaffen es erneut mit ihren Songs zum Tanzen, Nachdenken und Frei-Sein anzuregen.

Mit ihrem Debütalbum „Man Alive“ haben Everything Everything für mich Maßstäbe gesetzt und meinen heutigen Musikgeschmack geprägt. Sechs Jahre ist es her, dass ich vor der Bühne des Uebel und Gefährlich stand und mit meinen Freunden zu ihren Songs tanzte. Ich muss zugeben: Ich habe die Band in den letzten Jahren aus den Augen verloren. Doch mit „A Fever Dream“ haben sich Jonathan Higgs, Jeremy Pritchard, Alex Robertshaw und Michael Spearman zurück in meinen Musikkoffer gespielt.

Mit „Night Of The Long Knives“ eröffnen Everything Everything ihr neues Album rasant. Die hohe Stimme Jonathans in Kombination mit den treibenden Beats, reißen einen auf Anhieb mit. „Good Shoot, Good Soldier“ wirkt dagegen etwas zurückgelehnter, doch besticht durch einen eindringlichen, sozialkritischen Songtext, „I’m a police, I’m a policeman. And you’re a criminal. We decided, we decided that’s that“.

„Ivory Tower“ ist das heimliche, hypnotisierende Highlight des Albums. Wirr, laut und rasant rast das Stück an einem vorbei und bleibt noch stundenlang im Kopf. Mit „White Whale“ werden ruhigere Töne angeschlagen. Der wohl emotionalste Teil von „A Fever Dream“ schließt mit Worten wie „Your love is like the white whale. My finger’s on the third rail. I want you to be okay. I want us to be okay.“ emotional ab und untermalt das musikalische Geschick von Everything Everything.

Everything Everything auf dem Reeperbahn Festival

  • 23.09.17 Hamburg – Reeperbahn Festival, Uebel und Gefährlich

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