Fotos: Lisa Ostheimer / noisiv.de

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Es ist windig und nass draußen, nicht gerade das ideale Touristenwetter für mich als Urlauberin in der Hauptstadt. Doch da gibt es eine probate Lösung: Ein Konzert einer meiner Lieblingsbands. In dem Berliner Club Huxleys Neue Welt angekommen ist es trotz der erheblichen Größe des Clubs überraschend gemütlich. Die Headliner des Abends sind Augustines, doch um ehrlich zu sein, bin ich wegen der Vorband da, den schottischen Indie-Rockern Fatherson. Diese haben mich bereits auf dem Reeperbahn Festival 2015 in einer vergleichsweise winzigen Location, dem Grünen Jäger, vom Hocker gehauen haben!

Dass Fatherson eine meiner unangefochtenen Lieblingsbands ist, habe ich bereits in meiner Review zu ihrem im Juni erschienen Album „Open Book“ deutlich gemacht. Die Band nun live zu sehen, war etwas ganz Besonderes und Aufregendes für mich. Um bereits vor dem Konzert meine Sucht nach Band-Merchandise zu stillen, ging es direkt zum Stand, wo mir der Drummer von Fatherson, Greg Walkinshaw, einen Pullover für schlappe 25 Euro verkaufte. So startete der Abend schon mal richtig gut! Da sich das Huxleys aufgrund des frühen Einlasses unter der Woche recht langsam füllte, konnten meine Begleitung und ich trotz alledem einen guten Platz weit vorne ergattern.

Fatherson

Zu Beginn des Sets von Fatherson war das Huxleys bis hinten hin gefüllt und die Stimmung im Publikum dementsprechend gut. Als Opener war „Always“, ein starker und aussagekräftiger Song der Band, meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl, denn er holte bereits jetzt einige Augustines-Fans auf ihre Seite! Das energiegeladene Set zu Mitte mit einem vergleichsweise ruhigen Song namens „Cat Stevens“ zu brechen, welcher aus dem ersten Album Fathersons „I Am An Island“ stammt, ist meiner Meinung nach sehr raffiniert und passend gewesen. Denn mit den letzten drei Songs holten die sympathischen Schotten noch einmal richtig an Fahrt auf!

Vor allem bei dem letzten Song „Lost Little Boys“ merkte man dem Dreiergespann Ross Leighton, Marc Strain und Greg Walkinshaw besonders stark an, wie sehr sie es lieben die neuen Songs live zu spielen. Besonders die Leidenschaft, die Fatherson auf der Bühne mitbringen, hat mich während und nach dem Konzert begeistert. Eines lässt sich ohne Zweifel sagen: Fatherson haben ihre halbe Stunde im randvollem Huxleys ideal genutzt, um einige Augustines Fans von sich zu begeistern! Falls Fatherson das nächste Mal auf Deutschen Bühnen unterwegs sind, lasse ich sie mir definitiv nicht entgehen. Das solltet ihr auch nicht!

Fatherson

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