Fotos: Charles Engelken, noisiv.de

Es ist ein offenes Geheimnis: Meine Begeisterung zu der schottischen Indie-Rock-Band Fatherson ist kaum zu bändigen. 2014 haben sie mich als Vorband für We Were Promised Jetpacks begeistert, drei Jahre später kommt die Band mit ihrem zweiten Album „Open Book“ auf Deutschland-Tour. Das verspricht ein großartiger Abend zu werden, meine Vorfreude auf die Band war mir ohne Zweifel ins Gesicht geschrieben!

Mit einem etwas verspäteten Einlass ging es hoch in die Molotow SkyBar. Eine sehr gemütliche und überschaubare Location, um sich eine seiner Lieblingsbands anzuschauen. Mit auf Tour waren die Paceshifters dabei, die über sich selbst Folgendes behaupten: „..raw but catchy, overwhelming and accessible at the same time, disturbing but pleasing“. Eine Aussage, die den Charme der Band aus den Niederlanden ziemlich genau auf den Punkt bringt. Somit hatte das Publikum einen guten Start in den Abend.

Nach einer kurzen Umbaupause wurden Fatherson lautstark in der gut gefüllten SkyBar begrüßt. Mit „Always“ machten sie ab dem ersten Song klar, wohin der Abend führen würde. Sie präsentierten auf ganz eigene Art und Weise ihre gekonnte Kombination aus energiegeladenem Indie-Rock-Sound und emotionalen Lyrics. Mit „Hometown“ wurden Langzeitfans belohnt, die auf Songs aus dem ersten Album „I Am an Island“ gehofft hatten. Spätestens jetzt wurde vereinzelt getanzt.

Zur Mitte des Sets wurde es mit „Sleeping Over“ und „Open Book“ etwas ruhiger. Ein unvergessliches Highlight des Konzertes war „Foreign Waters“ – ein Song, der sich mit dem Tod des Großvaters von Sänger Ross Leighton befasst. Die Erinnerung, diesen für mich persönlich sehr besonderen Song, live zu hören, bereitet mir noch Tage nach dem Konzert Gänsehaut. Bei „I Like Not Knowing“ wurde gegen Ende des Sets seitens des Publikums lautstark mitgesungen.

Als letzten Song spielten Fatherson „Lost Little Boys“, ein Stück, das von einer geballten Ladung Energie lebt. Man merkte der Band ihre ungehaltene Leidenschaft für diesen speziellen Song förmlich an. Eine Stimmung, die sich auf direkte Weise ins Publikum übertrug. Nach wenigen Momenten betraten sie die Bühne erneut um ihre Zugabe zu spielen. Mit „Mine For Me“ beendeten die sympathischen Schotten den Abend mit einer perfekten Songauswahl. Mit einem Bandshirt für schlappe 20 Euro und einem breiten lächeln im Gesicht ging es anschließend mit der S-Bahn nach Hause!

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